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Freiburger Erinnerungen

Klartext

  • 20/09/2018 - Stefan Ummenhofer
    Im Gehege

    „Gibt es häufig Konflikte mit Fußgängern
    oder Autofahrern?“ Dies ist eine
    der Fragen, die der Fahrradclub ADFC
    derzeit im Rahmen seines „Fahrradklimatests“
    auch den Freiburgern
    stellt. Die Frage kann man wohl nur
    mit „Ja“ beantworten. Das liegt zum
    einen daran, dass gerade in Freiburg
    ideologisch aufgeladene Verkehrsteilnehmer
    der vom ADFC propagierten
    Rücksichtnahme eher verständnislos
    gegenüber stehen. Vor allem aber
    liegt es daran, dass es in Freiburg
    jüngst immer mehr Möglichkeiten
    gibt, sich prächtig ins Gehege zu
    kommen — baulich mutige Fahrbahnverengungen,
    in Gegenrichtung
    befahrbare Einbahnstraßen. Oder der
    Klassiker: Verschreckte Touristen, die
    aus dem Hauptbahnhof kommen und
    dann fast zwangsläufig auf der Radspur
    stehen. Lehrreich, wenn man
    schon nach zwei Metern erfährt, wie
    rau hier das Verkehrsklima ist...

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  • 13/09/2018 - Nils Kickert
    Wegzaubern

    Weniger Verkehr, Autos raus aus der
    Stadt — seit Jahren geistert dieser
    Wunsch nicht nur durch Städte wie
    Freiburg. Die Freiburger Idee, einfach
    den Stadttunnel zu verlängern, ist
    schon viele Jahre alt. Bei allen Diskussionen
    sollte man nicht vergessen:
    Trau keiner Statistik, die du
    nicht selbst gefälscht hast. Niemand
    von uns weiß, wie der Verkehr in Zukunft
    wirklich aussieht. Von daher
    müssen alle Zahlen über mehr oder
    weniger Autos mit Vorsicht behandelt
    werden. Die Erfahrung und der
    Blick zu ähnlichen Projekten zeigt:
    Wird eine Straße ausgebaut, nimmt
    der Verkehr immer zu. Das gilt auch

    für den bisherigen Tunnel. Auch unser
    bisheriges Lebens- und Einkaufsverhalten
    erzeugt eher mehr als weniger
    Verkehr. Man sollte also nicht
    etwa von einem Dreisamboulevard
    träumen, sondern realistisch sein
    und lieber mehr Platz einplanen als
    zu wenig. Wegzaubern können wir
    Probleme nämlich nicht.

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  • 06/09/2018 - Katrin Hauff
    Verdrängung

    Klarer kann man es nicht zeigen: Unerwünscht.
    Die Stadt hat Steine an
    der Dreisam aufschütten lassen an
    einem Platz, an dem Obdachlose genächtigt
    haben. Beschwerden von
    Anwohnern wegen Müll, Lärm und
    offenem Feuer sowie die Überschwemmungsgefahr
    hätten die
    Maßnahme notwendig gemacht.
    Verständlich, dass die Anwohner eine
    Lösung wollen, aber unverständlich
    die Art und Weise, wie hier gehandelt
    wurde. Auch dass der Gemeinderat
    offenbar nicht in Kenntnis gesetzt

    wurde. Natürlich gibt es andere
    Schlafplätze entlang der Dreisam und
    anderswo in Freiburg. Dass gerade
    dieser Platz, der geschützt lag, jetzt
    versperrt wurde, ist bezeichnend für
    die Verdrängung, die sich schon länger
    beobachten lässt. Keine gute Entwicklung,
    dass jetzt auch bei stadtnahen
    sicheren Schlafplätzen im
    wahrsten Sinne des Wortes Steine in
    den Weg gelegt werden.

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  • 23/08/2018 - Stefan Ummenhofer
    Unbefriedigend

    Strafrechtlich ist der Fall Hussein K.
    erledigt. Der Täter erhielt nach der Ermordung
    der Studentin Maria „lebenslänglich“.
    Doch die Irrungen,
    Planlosigkeiten und Überforderungen,
    die das Verbrechen mit ermöglichten,
    sie sind nicht aufgearbeitet.
    So gab es — es kommt einem aus dem
    Staufener Missbrauchsfall bekannt
    vor — wohlfeile Aussagen von Ämtern,
    man werde nun „noch genauer“
    hinschauen. Der Jugendhilfeträger
    kam mit der Erklärung durch, man
    habe bei Hussein K. eben versehentlich
    die lukrativere Erziehungsstelle abgerechnet

    was täglich in etwa das doppelte Geld einbrachte. Und
    überhaupt sei das Ganze eben in einer
    Phase geschehen, in der man mit sehr
    vielen Unbegleiteten Minderjährigen
    Ausländern (UMAs) zu tun gehabt
    hätte. Echte Aufklärung, das Wiederherstellen
    des Vertrauens bei den
    Bürgern, sieht anders aus.

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  • 16/08/2018 - Nils Kickert
    Ganzjährig grillen

    Es gibt sie in Zürich und Hamburg, Berlin
    will sie haben, Düsseldorf wird sie
    bekommen — Freiburg hat sie noch
    nicht: die Rede ist von öffentlichen elektrischen
    Grillstationen. Gegenüber herkömmlichen
    Grills haben öffentliche
    Grillstationen zunächst den Vorteil, dass
    man den eigenen Grill nicht heranschleppen
    muss. Und da der Kauf von
    Einweggrills nicht mehr nötig ist, fällt
    weniger Müll an, was besser für die Umwelt
    und die Stadtkasse ist, denn in der
    Regel bleibt die Entsorgung an der
    Kommune hängen. Und auch das Grillgut
    soll gesünder sein, wenngleich der
    eine oder andere den Rauchgeschmack

    vermissen wird. In Zürich findet man die
    Grillstationen unweit der Altstadt direkt
    am Zürcher See. In Freiburg wäre mit Sicherheit
    großes Potenzial etwa am
    Flückiger See, am Opfinger See oder an
    einigen Stellen an der Dreisam. Mit ein
    paar Solarzellen als Dach ließen diese
    sich sogar fast ganzjährig betreiben...

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  • Mo
    09/08/2018 - Stefan Ummenhofer
    Fragen

    Die strafrechtliche Aufarbeitung
    der „Staufener Missbrauchsprozesse“
    scheint abgeschlossen — die
    Verurteilten
    werden in den nächsten Jahren
    keine Gelegenheit haben, ihre
    scheußlichen
    Taten fortzuführen. Was bleibt,
    ist das Entsetzen — und einige
    Fragen.
    Etwa: Ist denn wirklich auch das
    Versagen
    der Behörden aufgearbeitet, die
    den Jungen unter brutalster
    Mitwirkung
    seiner Mutter einem Pädophilen
    auslieferten? Und: Wie kann man in
    Zeiten des Internets, in dem die
    widerlichen
    Filme mit dem wehrlosen Jungen
    immer noch in einschlägigen Kreisen
    kursieren, dieser Gefahr wirksam
    begegnen? Muss man — und da
    verbieten
    sich reflexartige Reaktionen auf
    beiden Seiten — in Sachen
    Vorratsdatenspeicherung
    neue Wege gehen? 

    Esgibt viel zu tun — ehe bei einem
    nächsten Mal wieder alle ihre 

    rituell-hilflose Fassungslosigkeit
    bekunden.

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  • 02/08/2018 - Katrin Hauff
    Kurzstrecke

    So viele Fahrgäste wie nie zuvor, aberauch sehr hohe Ausgaben. 

    Die Bilanz der VAG war geprägt von Superlativen.
    Schließlich läuft derzeit der größte Ausbau des Liniennetzes. Das Großprojekt Rottecklinie steht vor dem Abschluss. 

    Also alles positiv? Ein Thema, das den OB-Wahlkampf prägte und sicherlich im Vorfeld der Kommunalwahlen wieder heiß
    diskutiert werden wird ist das Kurzstreckenticket. In seiner ersten Facebook-Sprechstunde betonte OB Martin Horn: „Ich werde dafür kämpfen“.
    Für Freiburg wäre ein Kurzstrekenticket dringend nötig und sinnvoll. Vor allem für Tagesbesucher oder gelegentliche Nutzer. Das eigentlich Positive, der große Verkehrsverbund, ist hier eine Hürde: Die Tarife legt der RVF fest. Zumindest kommt jetzt Bewegung ins Thema. Und was in anderen Städten möglich ist, sollte doch auch Freiburg schaffen...

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  • 26/07/2018 - Stefan Ummenhofer
    Bürgerbeteiligung

    Das Wort „Bürgerbeteiligung“ wird von Politikern sehr gerne benutzt.
    Schwierig wird es, wenn der betroffene Bürger zwar beteiligt, seine Mehrheitsmeinung aber nicht umgesetzt
    wird. So geschehen bei den jüngsten beiden Umbenennungen von Straßen. Eine deutliche Mehrheit
    der befragten Anwohner sprach sich dagegen aus, der Gallwitz- beziehungsweise der Julius-Brecht- Straße einen anderen Namen zu geben.
    Dennoch hat der Gemeinderat dies am Dienstag beschlossen. Nun kann man natürlich mit Recht argumentieren, man hätte für ein demokratisches Stimmungsbild alle Freiburger befragen müssen, was eher mühsam wäre. Dennoch: Dass die Anwohner der betroffenen Straßen hadern, ihre Mehrheitsmeinung werde ignoriert, ist nachvollziehbar. Zumal nicht ausreichend kommuniziert
    wurde, die Stadt wolle zwar die Meinung wissen, Auswirkungen habe dies jedoch keine.

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  • 19/07/2018 - Stefan Ummenhofer
    Schlumpfblau

    Wiehre

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  • neue Amtszeit
    05/07/2018 - Nils Kickert
    Zuhören

    Neuer OB tritt Amt an

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  • Stadion Freiburg
    01/06/2018 - Nils Kickert
    Zeitspiel?

    Das neue Stadion, es ist noch keine unendliche Geschichte, aber schon eine längere.

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  • Integration Mesut Özil Ilkay Gündogan Recep Tayyip Erdogan Türkei Deutschland Freiburg
    09/05/2018 - Bülent Gençdemir
    Integration?

    Integration ist die Eingliederung von Menschen mit Migrationshintergrund in die neue Gesellschaft.

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  • OB Wahl Freiburg
    26/04/2018 - Stefan Ummenhofer
    Fragen

    Auch wenn es einige schon vorher gewusst haben

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  • Wir sind Europa
    22/03/2018 - Stefan Ummenhofer
    Wir sind Europa

    Mit großem emotionalen und zeitlichen Aufwand hat der Gemeinderat die Frage diskutiert, wie denn der Platz heißen solle, auf dem das Siegesdenkmal steht.

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