Ein Dorf sieht schwarz

„Ein Dorf sieht schwarz“

Rapper Kamini stellt den Film seiner Familiengeschichte in der Harmonie vor

„Ein Dorf sieht schwarz“ läuft am Donnerstag, 20. April, im Harmonie-Kino in der Grünwälderstraße an. Zum Filmstart kommt der französische Rapper Kamini Zantoko heute abend in die Harmonie, um nach der 19 Uhr-Vorstellung von „Ein Dorf sieht schwarz“ mit dem Publikum über den Film und die Erlebnisse seiner Familie zu reden, die nach seiner Drehbuchidee verfilmt wurden. 

Frankreich 1975: Seyolo Zantoko ist Arzt und stammt aus dem Kongo. Als er einen Job in einem kleinen Dorf nördlich von Paris angeboten bekommt, beschließt er, mit seiner Familie umzuziehen. Sie erwarten Pariser Stadtleben, treffen aber auf Dorfbewohner, die zum ersten Mal in ihrem Leben einem afrikanischen Arzt begegnen und alles tun, um den „Exoten“ das Leben schwer zu machen. Aber wer mutig seine Heimat verlassen hat und einen Neuanfang in einem fremden Land wagt, lässt sich so leicht nicht unterkriegen...
Die Geschichte beruht auf wahren Ereignissen aus den 1970er Jahren. Nachdem Seyolo Zantoko wieder seinen Beruf ausüben konnte, kämpften die Bürger von Marly-Gomont mit einer Petition für seine französische Staatsbürgerschaft. Der Mann aus Kinshasa blieb bis zu einem tödlichen Autounfall im Sommer 2009 ein geachteter und beliebter Arzt. Ein Jahr vor seinem Tod wurde er mit der Verdienstmedaille der Picardie ausgezeichnet.
Toleranz, Durchhaltevermögen und die Hoffnung auf Wandel, gegenseitiges Verständnis und friedliches Miteinander dominieren diese Culture-Clash-Komödie von Julien Rambaldi nach einer Drehbuchidee von Kamini, dem Sohn des Arztes Seyolo Zantoko. Rapper Kamini landete 2006 einen Hit mit seinem Song „Marly-Gomont“ und entwickelte die Filmidee vom Ankommen und Bleiben, erzählt im Drehbuch vom Schicksal seiner Eltern.

0 0
Feed