Caroline Christine Walter

150 Jahre "Menschenblume"

Feierstunde für eine der bekanntesten Freiburgerinnen aller Zeiten

Seit 150 Jahren ruht Caroline Christine Walter auf dem Alten Friedhof in Herdern. Kaum einen Freiburger gibt es, der noch nicht von dem schönen Blumenmädchen gehört hat, Touristen aus aller Welt besuchen den Friedhof, um das bekannte Grab zu sehen. 


Dabei ist die Geschichte um die geheimnisvolle Schöne eigentlich eine traurige: Das Mädchen kam Ende des 19. Jahrhunderts in St. Nikolaus bei Freiburg-Opfingen zur Welt, wurde zur Vollwaise, als beide Eltern verstarben. Weil ihre Schwester Selma den wohlhabenden Freiburger Johann Carl Christoph Schleip (Gutsbesitzer und wahrscheinlich Namensgeber der Erbprinzenstraße) heiratete, zog Caroline Christine Walter zum Ehepaar in die Freiburger Gartenstraße beim Breisacher Tor.

Das Mädchen besuchte die Höhere Mädchenschule, das heutige Goethe Gymnasium, bis sie im Alter von nur 17 Jahren am 19. August 1869 um fünf Uhr nachmittags an Tuberkulose verstarb. Schleip war es dann, der seiner Schwägerin mit dem von ihm als „Menschenblume“ bezeichneten Grabmal, der preußischen Königin Luise nachempfungen, ein Denkmal setzte. Die ersten Blumen hat der Freiburger wohl selbst aufs Grab gelegt - wer das noch jetzt fast täglich tut, gilt bis heute als Geheimnis.

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