330 Fälle von Kindesmissbrauch

42-jähriger Leiter einer Pfadfindergruppe muss sich vor Gericht verantworten

Ein erneuter Missbrauchsfall wird derzeit vor dem Landgericht Freiburg verhandelt: In Staufen kam es im Zeitraum von 2010 bis 2018 zu insgesamt 330 Fällen sexueller Übergriffe auf vier Jungen. Bereits zuvor war der heute 42- jährige Angeklagte Christian L. auffällig, des sexuellen Missbrauchs jedoch freigesprochen worden. Zwischen 2004 und 2007 pausierte der Angeklagte daher als Leiter einer Staufener Pfadfindergruppe, nahm diese Arbeit danach jedoch wieder auf. Insgesamt leitete er diese evangelische Gruppe zwischen 1999 und 2011 — mit der dreijährigen Unterbrechung wegen der Ermittlungen gegen ihn. Zwei der vier Jungen soll der 42-jährige Angeklagte über diese Tätigkeit bei der Pfadfindergruppe kennengelernt haben. Einen weiteren Jungen habe er über Freizeitaktivitäten, den vierten auf einem Campingplatz kennengelernt. Die Opfer waren zum Zeitpunkt der Übergriffe zwischen sieben und 14 Jahren alt. L. sitzt seit Februar 2019 in Untersuchungshaft. Ein Urteil gegen ihn wird Mitte Februar erwartet.

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