800 SC-Fans in Slowenien

Freiburg spielt heute Abend um den Einzug in die Play-Offs der Europa-League

Schon vor Beginn der Bundesliga-Saison stehen einige Entscheidungen an beim SC Freiburg - auf dem Platz und auch daneben. Die sportlich Spannendste: Zieht der Sportclub in die Play-Off-Runde der Europa-League Qualifikation ein? Die Chancen stehen nach dem 1:0 im Hinspiel vergangenen Donnerstag nicht so schlecht, doch die endgültige Wahrheit wird es heute ab 21.05 Uhr geben - in der slowenischen Hauptsadt Ljublijana, wohin Gegner Domzale ausweicht.

Eine andere spannende Frage - nämlich die, wer denn nun das neue Stadion des SC Freiburg bauen darf und vor allem wie es aussieht - blieb diese Woche noch offen, wird aber bald beantwortet. Sein Stadionbudget hat der Sportclub derweil um weitere 3,4 Millionen Euro erhöht. Da der Verein bereits im April dieses Jahres eine Erhöhung von 3,05 Millionen Euro vorgenommen hatte, war es jetzt erforderlich, den Wirtschaftsplan 2017 um eine Anpassung von 6,45 Millionen Euro fortzuschreiben.
Vorerst jedoch volle Konzentration auf das Rückspiel in der 3. Qualifikationsrunde zur Euro-League, die live im SWR-Fernsehen ab 21 Uhr übertragen wird. Erwartet werden mehr als 800 Freiburger Fans, die ihren SCF in der Fremde anfeuern.
Das Gesamtbudget des Kontrahenten NK Domzale soll bei rund drei Millionen Euro liegen - für einmal ist also der Sportclub finanziell deutlich potenter als der Gegner.
„Wir wollen mindestens so spielen wie im Heimspiel“, sagte Freiburgs Cheftrainer Christian Streich in der gestrigen Pressekonferenz. „Gegen den Ball müssen wir noch griffiger sein und die Ballzirkulation von Domzale noch besser unterbinden.“
Nach dem Hinspiel am vergangenen Donnerstag hatten die Slowenen viel Anerkennung für ihren Auftritt bekommen. Durch das 1:0 hat sich der SC gleichwohl eine gute Ausgangslage geschaffen. Sollte Freiburg heute Abend ein weiteres Tor erzielen, müsste Domzale aufgrund der Euro-League-Modalitäten schon mindestens drei Tore schießen, um im Rennen zu bleiben. Nicht mit nach Slowenien sind die Verletzten Onur Bulut und Karim Guédé gefahren.
Am Freitagmittag wird die UEFA dann die Paarungen für die Play-Off Runde auslosen, die am 17. und 24. August ausgespielt wird. Unter den potenziellen Gegnern sind neben weit gehenden Unbekannten durchaus auch einige größere Namen - beispielsweise Ajax Amsterdam, Dynamo Kiew oder Celtic Glasgow.
Geld durch Prämien verdient der SC Freiburg übrigens erst, wenn tatsächlich die Gruppenphase erreicht werden sollte...
Nils Kickert /
Stefan Ummenhofer

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