Schwule Filmwoche Freiburg

Cineastische Höhepunkte

33. Schwule Filmwoche startet heute Abend im Kandelhof 

Mit der Doku "Who’s Gonna Love Me Now?” wird am heutigen Mittwochabend, 26. April, ab 21 Uhr die 33. "Schwule Filmwoche" im Kino Kandelhof eröffnet. Saar Maoz lebt seit 20 Jahren in London, weil er sein Schwulsein frei leben will. Das war im Kibbuz mit seiner ultra-orthodoxen Familie in Israel nicht möglich. Nach einer gescheiterten Beziehung verliert er sich in Drogen und Partys und erwacht aus dieser Phase mit der Diagnose HIV-positiv. Halt und Anerkennung findet Saar im „London Gay Men’s Choir“, der den Soundtrack zu diesem Film liefert. Als die Familie Kontakt sucht und Saar zur Rückkehr nach Israel bewegen möchte, stellen sich ihm drängende Fragen: Soll er in seine Heimat zurückkehren oder weiter im Exil leben? Findet er noch einmal die Kraft, sich mit seiner religiösen Familie, deren Vorurteilen und Stigmatisierungen auseinanderzusetzen, oder sind die Verletzungen zu tief? Tomer und Barak Heymann haben Saar über mehrere Jahre mit der Kamera begleitet. Hautnah zeigen sie den schmerzhaften Prozess einer Annäherung. Die Trauer um verpasste Momente gehört ebenso dazu, wie der entschlossene Kampf um Anerkennung.

Vor dem Film, ab 20.30 Uhr, werden alle Besucher mit einem Sektempfang begrüßt und der Freiburger Gendermix-Chor "Alle Register” wird die Eröffnung - passend zum Film - mit einigen Liedern bereichert.

Am Donnerstag, 27. April, gibt es um 19 Uhr „Caracas, eine Liebe”, Gewinner des Goldenen Löwen von Venedig, zu sehen. Um 21 Uhr folgt „Un bacio/ Ein Kuss“ des italienischen Regisseurs Ivan Cotroneo („Männer al dente“). 

Zwei Filme kommen frisch von der diesjährigen Berlinale und zu beiden werden Gäste in Freiburg erwartet: „Ein Weg” (29. April, 19 Uhr) mit Regisseur Chris Miera sowie den beiden Hauptdarstellern Mike Hoffmann und Mathis Reinhardt. Und in der Doku „Mein wunderbares West-Berlin” (1. Mai, 19 Uhr) präsentiert Regisseur Jochen Hick das Leben homosexueller Männer im Berlin der 1960er Jahre unter dem berüchtigten „Schwulen-Paragraph 175”.
„Jesús” (1. Mai, 15 Uhr) entführt die Zuschauer nach Chile; ebenso wie „You’ll Never Be Alone” (30. April, 19 Uhr). „Breaking Bad”-Star Jesse Plemons ist der Hauptdarsteller von Chris Kellys berührendem Film „Other People” (28. April, 19 Uhr). Aus Frankreich kommt „Heimliche Küsse” (1. Mai, 17 Uhr), „Esteros” (28. April, 17 Uhr) führt nach Argentinien. Gleich sechs Dokus werden dieses Jahr gezeigt, darunter der bewegende Film „Out of Iraq“ (30. April, 16.30 Uhr). Natürlich darf der Oscar-Gewinner „Moonlight” (30. April, 20.45 Uhr) nicht fehlen.
Dieses Jahr gibt es zwei Kurzfilm-Programme: „Scary Night” (29. April, 23 Uhr) und „Würzig“, traditionell zum Abschluss des Festivals (3. Mai, 21 Uhr)
Darüber hinaus gibt es die „Think & Pink Party” am Samstag, 29. April, ab 22 Uhr in der Mensa Rempartstraße. Und nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr gibt es auch wieder ein Filmwochen-Brunch am Montag, 1. Mai, von 10.30 bis 14.30 Uhr — im Café „Liebes Bisschen“ in der Komturstraße 33. Da der Platz beschränkt ist, gibt es im Kino Kandelhof Karten für den Filmwochen-Brunch mit Buffet.

Details und weitere Infos gibt es unter www.schwule-filmwoche.de

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