Corona macht keine Ferien

Der Bedarf an Tests steigt mit den Reiserückkehrern und dem Schulstart

Zur Mitte der Sommerferien steigenin Freiburg und ganz Baden-Würt-temberg die Corona-Ansteckungsra-ten. Die offiziellen Fallzahlen fürFreiburg und die Region (StandMittwoch) liegen bei insgesamt:2.276 ( +5 ), Stadt Freiburg: 1.055 (+3 ), Landkreis Breisgau-Hoch-schwarzwald: 1.221 ( +2 ). „Jeder Einzelne ist gefordert, dasInfektionsgeschehen durch vernünf-tiges und besonnenes Verhalten miteinzudämmen“, sagt Landesärzte-kammer-Präsident Dr. WolfgangMiller. Eine gewisse Corona-Müdig-keit sei verständlich und menschlich,„aber anders als wir macht Coronakeinen Urlaub. Alle müssen mit an-packen, wenn wir das Virus weiter inSchach und eine mögliche zweiteInfektionswelle flach halten wollen.“Mit anpacken — aber wie? Dazugehört mögliche Corona-Symptomewie Fieber, Husten und Müdigkeit,aber auch Atembeschwerden,Schmerzen oder Druckgefühl imBrustbereich sowie Verlust derSprach- oder Bewegungsfähigkeitnicht zu ignorieren, sondern telefo-nisch den Hausarzt zu kontaktieren.Reiserückkehrer, die sich haben te-sten lassen, sollten sich vor Augenführen, dass Testen allein nicht aus-reicht. „Wichtig ist, bis zum Vorlie-gen des Testergebnisses seine sozia-len Kontakte zu beschränken, umnicht ungewollt und unbemerktweitere Menschen anzustecken“, soder Appell. Im Alltag gelte nach wievor die sogenannte AHA-Regel: Ab-stand, Hygiene, Alltagsmaske.Wer aus einem Risikogebiet nachBaden-Württemberg einreist, musseinen verpflichtenden Corona-Testdurchführen lassen. Auch wer ausStaaten einreist, die nicht als Risi-kogebiet ausgewiesen sind, kannsich innerhalb von 72 Stunden nachder Einreise testen lassen. Teststa-tionen, wie an der an Autobahn-Raststätte Neuenburg-Ost, stellenein zusätzliches, unkompliziertesAngebot dar. Ungeachtet dieserMöglichkeit kann ein Test innerhalbvon 72 Stunden auch in den Coro-na-Abstrichzentren, Schwerpunkt-praxen oder direkt beim Hausarztvorgenommen werden. Die Liste der Risikogebiete kannsich aufgrund der Lage ständig än-dern. Reisende sollten sich auf derSeite des Sozialministeriums bzw.des RKIs aktuell informieren. Derzeitzählen unter anderem die USA, wei-te Teile von Lateinamerika, Asienund Afrika zu den Risikogebieten,aber auch Bosnien und Herzegowi-na, Montenegro, Serbien, Albanienund weite Teile der Türkei, sowieSpanien, was viele betreffen dürfte. Auch die Freiburger Stadtverwal-tung weist noch einmal darauf hin:„Wer in einem Risikogebiet war,muss sich sofort nach der Einreise ineine 14-tägige Quarantäne begebenoder mit einem ärztlichen Attestnachweisen, dass keine Infektionmit dem Coronavirus besteht — soregelt es die baden-württembergi-sche Corona-Verordnung.“ DieStadtverwaltung appelliert, Reisenin Risikogebiete zu überdenken.Landesregierung und Kassenärztli-che Vereinigung planen die Fiebe-rambulanzen wieder hochzufahren.Denn außer Reiserückkehrern kom-men weitere Testpersonen hinzu.Seit Montag können sich Lehrkräfte,Erzieherinnen und Erzieher, Personalder Kindertagespflege sowie dasnicht-pädagogische Personal anSchulen und Kitas in Baden-Würt-temberg auf das Coronavirus testenlassen. Diese sollen, laut Beschlussder Landesregierung, zwischen 17.August und 30. September die Mög-lichkeit haben, sich zweimal auf dasVirus testen zu lassen, um nach denFerien Ausbrüche in den Kinderta-geseinrichtungen und Schulen zuverhindern.

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