Kiba Studie

Den Angsthasen überlisten

Psychotherapieprojekt und Informationsabend zu Phobien bei Kindern

Leon, 11 Jahre alt, ist zu einem Kindergeburtstag eingeladen, doch er wird wieder nicht hingehen. Dort könnten Kinder sein, die er nicht kennt, und das macht ihm große Angst.

Jeden Morgen, wenn sie in die Schule gehen soll, weint die achtjährige Marie. Sie hat starke Ängste, wenn sie sich von ihrer Mama trennen muss.
Sobald Ben, 13 Jahre alt, aus der Ferne einen Hund sieht, gerät er in Panik. Er kann nicht alleine zur Schule oder zu seinen Freunden gehen, da er sich davor fürchtet, einem Hund zu begegnen.
Leon, Marie und Ben leiden unter einer Angststörung. Ihre Ängste begleiten sie schon lange, sie belasten sie und ihre Familien und machen ihnen das Leben schwer.
Angststörungen bei Kindern sind keine Seltenheit, 10 Prozent aller Jungen und Mädchen leiden darunter. Dabei sind die häufigsten Angststörungen im Kindes- und Jugendalter die Störung mit Trennungsangst, die soziale Angststörung, sowie spezifische Phobien (z.B. vor Tieren, Dunkelheit oder Ärzten). Da der Leidensdruck bei Angststörungen hoch ist, ist es wichtig, den betroffenen Kindern frühzeitig eine erfolgversprechende Behandlung zu ermöglichen.
Trotz des häufigen Auftretens von Angststörungen, liegen immer noch zu wenige wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse dazu vor. In dem Projekt „Kinder bewältigen Angst“ (KibA), gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, wird zum einen untersucht, welche Reaktionen der Körper bei Angst zeigt. Zum anderen wird überprüft, welche Faktoren einen Einfluss auf die erfolgreiche Behandlung von Kindern mit Angststörungen und ihre Familien haben, und wie sich diese Behandlung weiter verbessern lässt.
In dem Forschungsprojekt „KibA“ („Kinder bewältigen Angst“) am Institut für Psychologie der Universität Freiburg wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Mechanismen der Entstehung und Veränderung von Angsterkrankungen aufklären. Für ein Psychotherapieprojekt suchen sie deshalb Kinder und Jugendliche zwischen acht und 14 Jahren, die an einer Trennungsangst, sozialen Angsterkrankung oder spezifischen Phobie leiden.
Interessierte Familien können sich gerne unter 0761-203 967 66 oder per Mail an KibA-Studie@psychologie.uni-freiburg.de melden.
Weitere Informationen sind auch im Internet unter www.kiba-studie.de zu finden.
Zudem findet am 20. Juni ab 20 Uhr ein Informationsabend zum Thema statt im Institut für Psychologie, Engelbergerstraße 41c.
Zentrale Themen des Abends: Welche Ängste bei Kindern gibt es? Wann sind Ängste behandlungsbedürftig? Wie werden Ängste bei Kindern behandelt? Informationen zur KibA-Therapiestudie. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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