Dietenbach nimmt Form an

Planung und Vorbereitungsarbeiten gehen voran — 2025 Bau der ersten Häuser

„Es wird immer deutlicher, wie die Menschen zukünftig im neuen Stadtteil Dietenbach leben werden: urban, grün, sozial gemischt und nachhaltig“, sagte Baubürgermeister Martin Haag am Montag im Rahmen eines Pressegesprächs. Gemeinsam mit Ingmar Roth, Direktor der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau und gleichzeitig auch Geschäftsführer der Entwicklungsmaßnahme Dietenbach GmbH, stellte Haag den aktuellen Stand bei den Planungen für das Großprojekt vor. „Der neue Stadtteil nimmt immer mehr Gestalt an. Mit dem Grunderwerb der Flächen und der Ausarbeitung des Rahmenplans sind wir einen großen Schritt vorangekommen“, so Roth. Bis die ersten Menschen einziehen, wird aber noch einige Zeit vergehen. Die Größe des neuen Stadtteils erfordere es, ihn in insgesamt sechs Bauabschnitte aufzuteilen, die im Zwei-Jahres-Rhythmus erschlossen werden. Der erste Bauabschnitt liegt zwischen Straßenbahn-Endhaltestelle, dem zentralen Platz und der Käserbachaue. Die Erschließung dieses ersten Bauabschnittes soll im Idealfall 2023 beginnen, 2025 folgt der Bau der ersten Häuser — 2033 könnte er abgeschlossen sein. Der erste Bauabschnitt ist circa 40 ha groß. Neben einem Wohnheim-Projekt und dem Handwerkerhof beinhaltet dieser erste Bauabschnitt mit seinen rund 1.500 weiteren Wohnungen auch einen Quartiersplatz. Hier kann in einem solitären Gebäude neben einer Kindertagesstätte auch eine kleine Markthalle ihren Platz finden. Im ersten Bauabschnitt sollen auch zwei Schulgebäude, eine Sporthalle und eine Sportanlage entstehen. 2042 (!) wird voraussichtlich der sechste und letzte Bauabschnitt fertiggestellt. Nach wie vor soll die Straßenbahn über den Bollerstaudenweg in die Mitte des Stadtteils führen und an der Straße zum Tiergehege enden. Auf die bislang vorgesehene Wendeschleife kann die VAG verzichten. Im Hinblick auf den Grunderwerb sei man auch ein großes Stück vorangekommen, betont Roth. Insgesamt wollen sich 456 Eigentümer mit einer Gesamtfläche von 75,8 ha durch eine schriftliche Mitwirkungsbereitschaft am Kooperationsmodell beteiligen. 2,7 ha mitwirkungsbereiter Flächen können derzeit noch nicht notariell bekundet werden, da es sich hierbei um komplexe Erbengemeinschaften handelt. Aktuell sind lediglich 1,1 ha der gesamten privaten Flächen von rund 80 ha nicht mitwirkungsbereit. Um die Quote von 50 Prozent geförderten Wohnungen zu sichern, laufen Gespräche mit der Uniklinik, dem Studierendenwerk und der Handwerkskammer. Das Studierendenwerk möchte circa 350 Wohnungen erbauen, das Uniklinikum kanpp 500 Personal- und Auszubildendenwohnungen. Die Handwerkskammer möchte circa 50 Wohnungen für Auszubildende schaffen. Um die vom Gemeinderat vorgegebene 50 Prozent-Quote zu erreichen, müssten noch weitere 2.500 Wohneinheiten entstehen. Als erstes Gebäude des neuen Stadtteils soll in Holzbauweise ein Informationspavillon entstehen. Der Info-Pavillon soll für nachhaltiges Bauen sensibilisieren und Impulse setzen — und im „Kleinen“ repräsentieren, was Dietenbach im „Großen“ ausmacht.

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