Partnerstädte Freiburg

Einmal um die ganze Welt

Den Titel des Schlagers von Karel Gott lebt derzeit Stadtkurier-Redakteur Bülent Gençdemir.



Gençdemir ist im Auftrag der Stadt Freiburg in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer der Freiburger Film- produktionsgesellschaft SÜDFILM unterwegs, sämtliche Partnerstädte Freiburgs zu portraitieren - und das sind immerhin deren zwölf. Aus je- der dieser Partnerstädte wird er für den STADTKURIER berichten, Ein- drücke sammeln und Interviews mit Verantwortlichen der jeweiligen Stadt führen. Teil 1 dieser Serie - in dieser Ausgabe auf S. 7 zu lesen - ist das US-amerikanische Madison, Hauptstadt des Staates Wisconsin, das Gençdemir vor wenigen Tagen besucht hat. Verteilt sind die Partnerstädte rund um den Globus – von Europa über Amerika bis nach Asien. Begonnen hat alles mit der Verbrüderung mit Besançon, 1959. Bundeskanzler Konrad Adenauer bemühte sich um die deutsch-französische Freund- schaft und Freiburgs OB Josef Bran- del tat alles, nach den Jahren der „Erbfeindschaft“ in der französi- schen Nachbarschaft eine Partner- stadt zu gewinnen. Später kamen dann Innsbruck (Österreich), Padua (Italien), Guildford (England), Madi- son (USA), Matsuyama (Japan), Gra- nada (Spanien), Lviv (Ukraine), Isfa- han (Iran), Wiwili (Nicaragua), Tel Aviv (Israel) und Suwon (Südkorea) hinzu. So unterschiedlich die Länder, Er- fahrungen, Kulturen und Sitten auch sein mögen: Zahlreiche Kontakte und Besuche auf offizieller wie in- offizieller Ebene prägen die lebendi- ge Partnerschaft, die Freiburg mit seinen Städtefreunden rund um die Welt pflegt. „Wir arbeiten immer gut zusammen. Das wird von beiden Seiten gewürdigt", so Günter Burger, der Leiter Protokolle und internatio- nale Kontakte der Stadt Freiburg. „Es ist eine Ehre, für Freiburg alle seine Partnerstädte filmisch zu por- traitieren und vor Ort zu drehen", so Bülent Gençdemir.


Dieses Projekt ist wahrlich kein einfaches Unterfangen. Unter- schiedliche Sprachen, Sitten und Kulturen begegnen dem Freiburger Filmemacher und Journalisten, der für dieses Projekt alleine unterwegs und dabei auf das Team vor Ort an- gewiesen ist. Auf die Frage, wie das zu bewältigen sei, antwortet Gençdemir gelassen: „Ich bin ein Kind der Einwanderergeneration.

Dadurch bin ich es gewohnt, mich an verschiedene Kulturen und Gege- benheiten anzupassen. Sicher stellt das eine Herausforderung dar, aber mein Team und ich sind positiv ge- stimmt." Durchhaltevermögen ist gefragt - auch aufgrund der unterschiedli- chen Temperaturen. Vergangene Woche in Madison hatte es minus acht Grad und ein Schneesturm be- gleitete die Dreharbeiten von SÜD- FILM. Derzeit ist Gençdemir im ni- caraguanischen Wiwili, wo es satte + 32 Grad hat und eine Mückenpla- ge herrscht. Danach folgen mit Su- won (Südkorea) und Matsuyama (Japan) zwei weitere spannende Städte, ehe auf Gençdemir wieder der heimische Schreibtisch wartet. Einige Wochen später bricht er dann zum zweiten Teil seiner filmischen und journalistischen Reise auf. Und kommt so tatsächlich einmal um die ganze Welt. Auch wenn das mit der nächste Zeile des Hits („Und die Taschen voller Geld“) wohl nicht ganz passt... 


Autor: Stefan Ummenhofer

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