Fragen

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Der nun zu Ende gehende Mordprozess gegen Hussein K. war quälend, aber so ausführlich wie notwendig.

Der Rechtsstaat hat alles getan, um einem Schwerkriminellen (so kann man ihn unabhängig vom Urteil titulieren) ein faires Verfahren zu garantieren. Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung haben ihre Aufgaben nach bestem Wissen und Gewissen erfüllt. Es gab dabei wenig bis nichts, was zu Gunsten des sich in Widersprüche, ja Lügen verwickelnden Angeklagten in die Waagschale zu werfen wäre. Wenn Hussein K. seine Strafe absitzt, bleiben aber noch einige Fragen an die Politik: Wie geht man mit jenem nicht integrierbaren Teil der Flüchtlinge um? Wie verhindert man, dass der Sozialstaat (übrigens auch von deutschen Unternehmen, die von der Flüchtlingskrise profitieren) ausgenutzt wird? Wie sieht es mit verbindlichen Alterbestimmungen bei vermeintlich Minderjährigen aus? Antworten wären nötig — übrigens auch im Interesse aller ehrlichen Flüchtlinge.

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