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Fragen

Die strafrechtliche Aufarbeitung
der „Staufener Missbrauchsprozesse“
scheint abgeschlossen — die
Verurteilten
werden in den nächsten Jahren
keine Gelegenheit haben, ihre
scheußlichen
Taten fortzuführen. Was bleibt,
ist das Entsetzen — und einige
Fragen.
Etwa: Ist denn wirklich auch das
Versagen
der Behörden aufgearbeitet, die
den Jungen unter brutalster
Mitwirkung
seiner Mutter einem Pädophilen
auslieferten? Und: Wie kann man in
Zeiten des Internets, in dem die
widerlichen
Filme mit dem wehrlosen Jungen
immer noch in einschlägigen Kreisen
kursieren, dieser Gefahr wirksam
begegnen? Muss man — und da
verbieten
sich reflexartige Reaktionen auf
beiden Seiten — in Sachen
Vorratsdatenspeicherung
neue Wege gehen? 

Esgibt viel zu tun — ehe bei einem
nächsten Mal wieder alle ihre 

rituell-hilflose Fassungslosigkeit
bekunden.

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