Besançon Jean-Louis Fousseret

„Freiburg mein Favorit!“

Besançons Bürgermeister Jean-Louis Fousseret über die Partnerschaft

(sk). Besançon ist die älteste Städtepartnerschaft Freiburgs. Bereits seit 1959 bestehen die offiziellen Beziehungen zum heute 120.000 Einwohner zählenden Hauptort der Region Franche-Compté und des Departements Doubs, das nach gleichnamigem Fluss benannt ist.

Die auf Oberbürgermeister Joseph Brandel zurückgehenden Bestrebungen nach einer Partnerstadt in Frankreich waren klar auf die Absicht zurückzuführen, nach dem Krieg gute Beziehungen zu Frankreich zu führen.
Das Wahrzeichen der Stadt, die Zitadelle, wurde nach den Plänen des Architekten Vauban errichtet, der ja auch in Freiburg seine Spuren hinterlassen hat. Ebenso wie die Zitadelle gehört auch die Stadtmauer zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Besançon verfügt über eine historische und bei Touristen sehr bleibte Innenstadt, das direkte Umland ist auch bei Wanderern und aufgrund des Doubs bei Kanufahrern begehrt. Mit 23.000 Studierenden ist Besançon nicht zuletzt auch von seiner Universität geprägt. Und: Mit nur knapp 200 Kilometern Entfernung ist es die Freiburg nächst gelegene Partnerstadt.

Jean-Louis Fousseret ist seit 16 Jahren Bürgermeister von Besançon - und kann die Partnerschaft zu Freiburg deshalb sehr gut beurteilen, wie sich im Interview zeigte:


SK: Worin besteht die Partnerschaft zu Freiburg hauptsächlich?


Fousseret: Die Partnerschaft gibt es ja nun schon seit fast 60 Jahren. Sie hat - auch dank der geografischen Nähe - von Anfang an gut funktioniert. Seit vielen Jahrzehnten gibt es gemeinsame Projekte im schulischen und sportlichen Bereich, in Kultur und Wirtschaft. Ja, ich gestehe, dass die Partnerschaft zu Freiburg mein Favorit ist!


SK: Welche Vorteile bringt diese Partnerschaft für die Beteiligten?


Fousseret: Da gibt es zuerst einen intellektuellen Gewinn: Sich näher kennenlernen und besser verstehen, die Möglichkeit haben, gemeinsam am Aufbau Europas zu arbeiten, das ist von großer Bedeutung. Das Hauptanliegen unserer Partnerschaft mit Freiburg derzeit ist die nachhaltige Entwicklung. Freiburg ist eine wunderbare Stadt, die man gern besucht. Es ist aber auch eine europäische Hauptstadt der nachhaltigen Entwicklung. Wir haben ähnliche Ambitionen - und darüber rede ich auch viel mit meinem Freund Dieter Salomon, den ich hiermit herzlich grüßen möchte.


SK: Fällt Ihnen eine prägende Geschichte zu Freiburg ein?


Fousseret: Ich war ja gemeinsam mit meiner Frau schon oft da - unter anderem auch an der Fasnet. Das prägendste Erlebnis für mich war ein Besuch mit Schülern aus Freiburg und Besançon am Hartmannswillerkopf - dort, wo unsere Väter und Großväter ruhen, die einst gegeneinander gekämpft haben. An diesem Ort den Frieden zu zelebrieren war für mich ein sehr, sehr schönes Bild.


SK: Welche Gemeinsamkeit gibt es zwischen Freiburg und Besançon?


Fousseret: Zunächst einmal sind beide Städte sehr schön, Beides sind Universitäts- und Kulturstädte, und beide setzen auf Nachhaltigkeit. Ich bin sicher, dass diese Partnerschaft auch noch eine lange und schöne Zukunft hat.

Mit Jean-Louis Fousseret
sprach Britta Bieberbach

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