Einzelhandel Freiburg

Freiburger Stagnation

Handelsverband will bessere Rahmenbedingungen

Das Jahr 2016 hatte gute Rahmenbedingungen und einen ungebrochenen Wachstum im Online-Handel. Das ganz große Wirtschaftswachstum der letzten Jahre ist hingegen in Südbaden wohl vorbei, glauben die Experten. Dies wurde am Freitag bei der Bilanzvorstellung des Handelsverbandes Südbaden zur wirtschaftlichen Entwicklung in der Region verdeutlicht. 

Im letzten Jahr ist der Umsatz im südbadischen Einzelhandel um 1,6 Prozent angestiegen. Das ist rund ein Prozentpunkt weniger als der bundesweite Gesamtwert, allerdings liegt man besser als der baden-württembergische Durchschnitt.
Der Wachstum im Online-Handel in Südbaden ist hingegen um satte 11 Prozent gestiegen. „In den letzten fünf Jahren hat sich der Online-Zuwachs nahezu verdoppelt“, so der Präsident des Handelsverbandes, Philipp Frese. In Freiburg sind derweil Frequenzrückgänge beim Handel zu verzeichnen — ein Minus von 0,2 Prozent.
Laut dem Handelsverband seien die Stadt Freiburg und der Gemeinderat mit verantwortlich für die Stagnation. Es handele sich um „hausgemachte Probleme“. Frese sagte: „Die Kuh, die man melken möchte, muss auch gefüttert werden.“ Es müssten Tabus gebrochen werden, damit konsumwillige Menschen in die Stadt kämen. Der Ausbau von Park & Ride und von innenstadtnaher Parkfläche gehöre eher dazu als die Anhebung der Gebühren in den städtischen Parkhäusern für Übernachtungsgäste... Die Umsätze könnten nur stabilisiert werden, wenn Freiburg „wieder für die Kunden aus dem Umland interessanter wird“.
Auch mehr Flexibilität im Hinblick auf gelegentliche verkaufsoffene Sonntage wurde angemahnt.
Zudem fordert der Handelsverband Südbaden einen verstärkten Kampf gegen Kriminalität wie Ladendiebstahl. Insgesamt müsse die Gewaltkriminalität in Freiburg um 10 Prozent reduziert werden. Man befinde sich zudem in einem intensiven Austausch im Rahmen der „Task Force Innenstadt“ zum Thema Sauberkeit.

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