Stadtbau Freiburg

FSB baut Bestand an bezahlbarem Wohnraum aus und ermöglicht Eigentumsmaßnahmen

Freiburger Stadtbau erwirbt 223 zusätzliche Mietwohnungen und investiert über 3 Mio. Euro in Sanierung

Die Freiburger Stadtbau GmbH (FSB) baut ihren Wohnungsbestand kontinuierlich weiter aus. Neben dem Neubau von dringend benötigtem Wohnraum und der Instandhaltung der Wohnungsbestände investiert das Unternehmen in den Ankauf von Bestandsimmobilien. Um am Freiburger Wohnungsmarkt auch in Zukunft preisgünstigen Wohnraum erhalten zu können, wird die FSB 223 Wohnungen von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) erwerben. Für die Übertragung der in den Stadtteilen Hochdorf und Munzingen liegenden Wohnungen investiert die kommunale Wohnungsbaugesellschaft rund 25,5 Mio. Euro. Details zur Übertragung der Wohnungen haben Oberbürgermeister Dieter Salomon, der Erste Bürgermeister Otto Neideck sowie die FSB-Geschäftsführer Ralf Klausmann und Magdalena Szablewska am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt.

Im Jahr 1990 hat die damalige Siedlungsgesellschaft und heutige FSB einen Generalmietvertrag für die Anmietung von zwei Wohnanlagen mit 223 Wohnungen in den Stadtteilen Hochdorf und Munzingen mit der LBBW abgeschlossen. Dieser Mietvertrag wird im Jahr 2023 auslaufen. Da die Siedlungsgesellschaft seinerzeit den Bau der Wohnanlagen verantwortete und nach Fertigstellung die direkte Vermietung an die Mieterinnen und Mieter übernahm, wurde im Rahmen dieses Vertrages ein Vorkaufsrecht für die Gebäude samt Grundstücke durch die FSB vereinbart. Weiterhin sah der Vertrag vor, dass die Instandhaltung und Instandsetzung der Gebäude dem Eigentümer der Liegenschaften obliegt.
Oberbürgermeister Dieter Salomon: „Mit der Inanspruchnahme des Vorkaufsrechtes ist es der FSB möglich, ihren Wohnungsbestand zu vergrößern und damit weiterhin ein umfangreiches Angebot an Wohnraum sowie bezahlbaren Mieten auf dem Freiburger Wohnungsmarkt sicherstellen zu können.“
Das von der LBBW zu veräußernde Wohnungsportfolio umfasst zwei Wohnanlagen mit insgesamt zwölf Gebäuden in den Stadtteilen Hochdorf und Munzingen. In den Straßen „Riedmatten“ und „Alte Ziegelei“ in Freiburg-Hochdorf befinden sich acht Gebäude mit 135 Wohneinheiten auf einer Wohnfläche von 9.582 m². Weitere 88 Wohneinheiten in vier Gebäuden befinden sich in der Straße „Im Sauergarten“ in Freiburg-Munzingen und verteilen sich auf eine Wohnfläche von 6.562 m².

Um ihren Mieterinnen und Mietern modernen Wohnraum zur Verfügung stellen zu können, investiert die FSB laufend in die Sanierung und Instandhaltung ihrer Bestände.
„Die Gebäude, Wohnungen und Außenanlagen der Wohnanlagen in Hochdorf und Munzingen weisen mittlerweile einen altersbedingten Instandhaltungsbedarf auf“, so Freiburgs Erster Bürgermeister Otto Neideck. „Es ist daher unumgänglich, dass die FSB nach dem Erwerb der Liegenschaften zusätzlich zu den Erwerbskosten in Höhe von 25,5 Mio. Euro Sanierungsmaßnahmen von über 3 Mio. Euro durchführt.“
Insbesondere im Bereich der Fassaden und des Wohnumfeldes sind bauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Wohnqualität durch die FSB vorgesehen.

Zur Finanzierung dieser Maßnahmen plant die FSB, 24 der 223 Wohnungen an private Eigennutzer zu veräußern. Die Wohnungen sollen den Bewohnerinnen und Bewohnern zum Kauf angeboten werden. Mieter, die ihre Wohnungen nicht selbst erwerben möchten, können natürlich weiterhin bei der FSB zur Miete wohnen. „Für unsere Mieterinnen und Mieter ändert sich durch die Transaktion zwischen LBBW und FSB nichts“, sagt FSB-Geschäftsführer Ralf Klausmann. „Mit einer Quote von rund 90 Prozent werden wir dauerhaft rund 200 bezahlbare Mietwohnungen in Hochdorf und Munzingen erhalten.“ Neben der Refinanzierung der erforderlichen Sanierungsmittel möchte die FSB mit der geplanten Veräußerung von ca. 11 Prozent der Wohnungen jungen Familien den Erwerb von preisgünstigem Wohneigentum ermöglichen. „Durch die Schaffung von bezahlbarem Eigentum fördern wir gleichzeitig die soziale Durchmischung in den Wohnanlagen, die einen positiven Einfluss auf das nachbarschaftliche Miteinander hat“, so FSB-Geschäftsführerin Magdalena Szablewska. „Denn potenzielle Käufer treffen mit der Investition in eine eigene Immobilie bewusst die Entscheidung, sich langfristig an den Stadtteil zu binden und identifizieren sich daher voll und ganz mit ihrem Wohnumfeld.“

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