Gesundheitsrisiko Bildschirm: Wenn wir Blau sehen

Die wichtigsten Tipps, um sich vor Blaulicht von Laptop, Smartphone und Co. zu schützen

Viersen, 8. Mai 2019. Freizeit und Berufsalltag sind in den vergangenen
Jahren zunehmend digitaler geworden. So verbringen die meisten von uns heute
viel Zeit vor Fernsehgeräten, Computern, Tablets und Smartphones. Zwar bringen
diese digitalen Technologien viele Vorteile mit sich, aber auch neue
gesundheitliche Herausforderungen. Denn Bildschirme, Displays und Monitore
strahlen HEV-Licht (High Energy Visible) ab. Dieses hochenergetisch sichtbare
Licht enthält im Vergleich zum normalen Sonnenlicht einen vermehrten Blauanteil
und steht im Ruf, unserer Gesundheit und vor allem unseren Augen zu schaden.
Wieso das so ist und wie man sich dagegen schützt, erklären die Experten des
Brillenglasherstellers Wetzlich Optik-Präzision GmbH.

Tipp 1: Brille mit Blaulichtschutz

Besonders unseren Augen, mit denen wir auf Bildschirme und Displays blicken,
setzt das blaue Licht zu. Florian Gisch, Geschäftsführer des
Brillenglasproduzenten Wetzlich Optik-Präzision, weiß: „Blaues Licht ist
kurzwellig und daher besonders energiereich. Sind wir diesem Licht in hoher
Dosierung und über einen längeren Zeitraum ausgesetzt, merken wir deutlich die
Folgen: Die Augen sind überanstrengt, tränen und auch Kopfschmerzen können der
Fall sein.“ Das hochenergetische blaue Licht steht sogar im Verdacht,
langfristig dem Sehvermögen zu schaden. Denn es soll die Entwicklung einer
sogenannten Makuladegeneration (Schädigung der Netzhaut) begünstigen. Gerade
für Personen, die viel Zeit vor dem Computer oder Bildschirmen verbringen,
empfiehlt es sich daher, sich vor dem blauen Licht zu schützen – etwa mit einer
Brille mit Blaulichtschutz (z.B. Protect Eagle Eyes von Wetzlich). Experte Florian Gisch
erklärt: „Brillen mit Blaulichtschutz blocken die blauen Lichtwellen ab und
beugen so einer Schädigung der Netzhaut vor. Zudem werden die Augen durch die
Brille spürbar entlastet und die Konzentration fällt leichter.“

Tipp 2: Nachtmodus einschalten

Doch nicht nur die Augen, auch der Körper wird von dem blauen Licht
beeinflusst. Dies liegt vor allem daran, dass dieses die Produktion des
Schlafhormons Melatonin stoppt. Sind Menschen auch in den Abendstunden dem
blauen Licht ausgesetzt, kann der Körper nicht genügend Melatonin bilden und
wird somit am Einschlafen gehindert. Schlafstörungen und psychische Probleme
können über lange Sicht die Folge sein. Blaue Lichtwellen sind zwar auch im
natürlichen Sonnenlicht enthalten, reduzieren sich aber prozentual im
Tagesverlauf, werden also in den Abendstunden immer weniger. Um diesen Vorgang
auch bei der Nutzung von Smartphones und Computern nachzuahmen, kann ein
Blaulichtfilter helfen. Dieser meist sogenannte Nachtmodus lässt sich bei
vielen Geräten einfach einstellen oder für bestimmte Uhrzeiten programmieren.
Er reduziert den Blauanteil und erhöht den Gelbanteil im Bildschirmlicht und
kann somit eine natürlichere Lichtsituation imitieren.

Tipp 3: Öfter mal vom Bildschirm blaumachen

Um sich langfristig vor den Auswirkungen des blauen Lichts zu schützen ist es
wichtig, seinen Augen und seinem Körper immer wieder Erholungsphasen von den
künstlichen Lichtquellen zu gönnen. So können Berufstätige darauf achten, ihre
Mittagspause ohne Computer oder Smartphone an der frischen Luft zu verbringen.
Auch am Abend lohnt sich der Blick ins Buch statt in den Fernseher. Wer nicht
auf TV oder Tablet verzichten möchte, sollte zumindest darauf achten, dass er
nicht im Dunkeln auf den Bildschirm schaut. „Je dunkler die Umgebung, umso
weiter öffnet sich die Pupille“, so Optik-Experte Florian Gisch. „Wer also im
Dunkeln fernsieht, nimmt durch das weit geöffnete Auge besonders viel des
blauen Lichts auf. Besser ist es daher, eine hellere Lichtsituation zu
schaffen. Am besten mit Lampen, die einen geringen Blauanteil haben.“

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