Großes Lichtanzünden der Breisgauer Narrenzunft

NARRI NARRO

Die Breisgauer Narrenzunft (BNZ) hat im Rahmen ihrer Veranstaltung Lichtanzünden am 11.11. den diesjährigen Freiburger Narrenpreis an die Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer verliehen. Der Abend stand ganz unter dem Fasnetsmotto 2020: „Ein Narr, der schmollt nicht – er will lache, und einfach richtig Fasnet mache!“ Eine pointierte Laudatio durch ihren Vorgänger, den Oberbürgermeister und Protektor der Freiburger Fasnet, Martin Horn, war der Preisträgerin gewidmet. Dabei betonte Horn die positive Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem Regierungspräsidium. In ihrer Ansprache bestätigte Schäfer dies und wollte - mit einem Augenzwinkern - „zum Thema Stadion besser nichts“ sagen. Sie sei angesichts der Ehre des Freiburger Narrenpreis sehr stolz und wolle den mit 1.111 Euro dotierten Preis dem Projekt „Taube Kinder lernen hören“, zur Verfügung stellen, sagte Schäfer. Bärbel Schäfer sicherte bei iherer Rede dem voll besetzten Bürgerhaus Gutachter finden Hinweise auf körperliche Gewalt bei Gruppenvergewaltigung Forensiker bestätigen Anklage (sk). Nach der Gruppenvergewaltigung auf dem Hans-Bunte-Areal im Oktober 2018 stehen noch immer elf Männer in Freiburg vor Gericht. Ihnen wird vorgeworfen, eine 18-Jährige vergewaltigt oder ihr zumindest nicht geholfen zu haben. Während alle bis auf einen Angeklagten zu den Vorwürfen geschwiegen haben, berichten deren Anwälte sowie der einzige aussagende Angeklagte, es sei in dieser Nacht nur zu einvernehmlichen sexuellen Kontakten gekommen. Am vergangenen Donnerstag sagten nun Forensiker aus. Diese bestätigten im wesentlichen die Anklage. Demnach habe man am Körper des Opfers Kratzspuren und Blutergüsse gefunden. Diese deuteten wohl darauf hin, dass es durchaus zu Gewaltanwendung gekommen war und das Opfer festgehalten worden war. Durch die Ecstasy-Tablette, die die Frau in der Diskothek zu sich genommen hatte, war die Frau außerdem hilf- und wehrlos. Auch habe sie möglicherweise unter dem Einfluss von K.O.-Tropfen gestanden, diese konnten aber nicht nachgewiesen werden. Der MDMAWert der Tablette betrug 160 Milligramm - das sei zwar nicht lebensbedrohlich, aber dennoch deutlich zu hoch für eine mit Drogen unerfahrene junge Frau. Besondere Nebenwirkungen seien bei einem solchen Wert zu erwarten, so ein Toxikologe, der vor dem Freiburger Landgericht aussagte. Die Mischung von Alkohol und Ecstasy, wie sie im Falle der jungen Frau vorlag, können die Wirkung der Tabletten noch weiter verfälschen. Einen erhöhten Sexualtrieb durch die Nebenwirkung dementierte der Toxikologe jedoch deutlich. Er sprach eher von einer Art Überforderung. Der Prozess wird am 19. November fortgesetzt, ein Urteil ist erst im nächsten Jahr zu erwarten. Schauplatz des Prozesses wegen der Gruppenvergewaltigung: Das Freiburger Landgericht. Bild: Archiv in Zähringen ihr offenes Ohr für die Belange der Fasnet mit ihrem Brauchtum und der Tradition zu. Aber auch der (Stadt-)Jubiläumsbürgermeister, Ulrich von Kirchbach, hatte Grund zur Freude. Die BNZ kündigte ihre Unterstützung beim Stadtjubiläum 2020 mit einem eigenen Programmpunkt, der als einer der 12 Highlight-Events gilt, an. Am 22.2.2020 gibt es die große Nacht der Narren mit Fackelumzug, kleinem Narrendorf und großer Guggenmusik- Tribüne auf dem Münsterplatz. Oberzunftmeister Matthias Moser überreichte zudem einen Scheck über 900 Euro für die Aktion „900 Freunde für Freiburg“, um auch weiteren Projekten die Möglichkeit zu geben, dieses Jubiläum zu etwas ganz Besonderem werden zu lassen. Und natürlich freut sich die Breisgauer Narrenzunft auch auf ihr Schild im Bächle am Rotteckring, welches sich in unmittelbarer Nähe zum Zunfthaus der BNZ in der Turmstraße befindet.

0 0
Feed