Bundestagswahl Freiburg

Heiße Phase beginnt

Plakate, Diskussionen, Infostände, Wahltaxi: In einem Monat ist Bundestagswahl

Es ist kaum zu übersehen: Die Wahlplakate hängen nun in ganz Freiburg, die Parteien machen in der Fußgängerzone Werbung für sich und ihre Programme, laden zu Wanderungen durch die Region, Infoveranstaltungen oder sitzen auf dem Podium verschiedener Diskussionen. Auch etliche Bundespolitiker haben ihren Besuch in Freiburg angekündigt: Höhepunkte sind der Besuch von Kanzlerin Angela Merkel (18. September, 12.30 Uhr auf dem Münsterplatz) und SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz (16. September, 14 Uhr, Platz der Alten Synagoge).

In genau einem Monat — am Sonntag, 24. September — ist Bundestagswahl. Insgesamt sind laut Stadt 155.000 Freiburgerinnen und Freiburger wahlberechtigt — 1.000 mehr als bei der letzten Bundestagswahl 2013. Vor vier Jahren gewann Matern von Marschall (CDU) mit 34,9 Prozent das Direktmandat vor dem nicht mehr kandidierenden Gernot Erler (SPD) mit 30 und Kerstin Andreae (Grüne) mit 20,9 Prozent.
Die Vorbereitungen im städtischen Wahlamt sind bereits in vollem Gange, die Wahlbenachrichtigungen wurden diese Woche verschickt. Wer noch keine Benachrichtigung im Briefkasten hat, aber glaubt, wahlberechtigt zu sein, sollte sich beim Wahlamt melden.
Im Wahlkreis 281 stehen als Direktkandidaten zur Wahl: Matern von Marschall (CDU), Julien Bender (SPD), Kerstin Andreae (Grüne), Tobias Pflüger (Die Linke), Adrian Hurrle (FDP), Volker Kempf (AfD), Peter Uhrmeister (Bündnis C), Daniel Barski (Bürgerkandidaten), Sonja-Ellen Hösl (Tierschutzpartei), Martin Halbritter (MLPD) und Tim Jochmann (Die Partei). Mit der Zweitstimme sind insgesamt 17 Parteien wählbar.
Wer sich noch nicht sicher ist, wo er sein Kreuzchen am 24. September machen soll, oder seine Positionen noch einmal mit den hiesigen Kandidaten abstimmen möchte, dem bietet der Kandidat-O-Mat (www.kandidatomat.de) Entscheidungshilfe. Das speziell für die Bundestagswahl 2017 zugeschnittene Internetangebot wurde von der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) in Zusammenarbeit mit dem Seminar für wissenschaftliche Politik der Freiburger Universität und weiteren Partnern entwickelt. Es handelt sich um ein Pilotprojekt, welches sich an den von der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) entwickelten Wahl-O-Mat anlehnt. „Mithilfe des Kandidat-O-Mats wird den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit gegeben, schnell, einfach, unkompliziert und ohne fachliches Vorwissen den Wahlkreiskandidaten zu identifizieren, der meine jeweiligen Interessen und Anliegen am ehesten vertritt“, erläutern Thomas Waldvogel und Michael Wehner von der Außenstelle Freiburg der LpB. „Der Kandidat-O-Mat stellt regionale Themen in den Vordergrund und animiert dazu, über die Themen des Wahlkampfs nachzudenken. Im Optimalfall wird der entscheidende Impuls gesetzt, zur Wahl zu gehen.“ Sollte der Kandidat-O-Mat regen Zuspruch finden, ist geplant, ihn auch bei den Oberbürgermeisterwahlen in Freiburg 2018 einzusetzen.
Und die LpB hat noch eine weitere neue Aktion geplant: Das LpB-Wahltaxi soll „ganz besondere Begegnungen ermöglichen“. Mitmachen kann jeder, der sich anmeldet (unter freiburg@lpb.bwl.de, 0761/20773-0) und seinen Fahrtwunsch innerhalb eines Umkreises von 20 Kilometern angibt. Auf dem Rücksitz des Taxis nehmen Platz: Am 8. September ab 14 Uhr Matern von Marschall (CDU) und ab 18 Uhr Tobias Pflüger (Linke), am 9. September ab 13 Uhr Volker Kempf (AfD), ab 14 Uhr Julien Bender (SPD) und ab 15 Uhr Adrian Hurrle (FDP). Am 11. September um 18 Uhr folgt dann noch die Taxifahrt mit Kerstin Andreae (Grüne, ab 18 Uhr).
Entscheidungshilfen gibt es also einige — jetzt beginnt die heiße Wahlkampf-Phase.

Katrin Hauf

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