Hoffnung in Corona-Schnelltest

Sechs-Millionen-Förderung für Freiburger Unternehmen Spindiag

Die Spindiag GmbH mit Sitz in Freiburg, ein vor vier Jahren aus dem renommierten Hahn-Schickard Institut für Mikroanalysesysteme ausgegründetes Medizintechnik Startup, gab am gestrigen Mittwoch bekannt, dass es zusammen mit HahnSchickard vom Land Baden-Württemberg eine Finanzhilfe über insgesamt sechs Millionen Euro erhält, um einen SARS-CoV-2 Schnelltest zu entwickeln. Dieser sogenannte nested PCR-Test
kann direkt an Ort und Stelle der Probenentnahme eingesetzt werden. Der Wirtschaftsausschuss des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau bewilligte die Mittel in einem am Dienstag verabschiedeten Eilantrag. Die Förderung ermöglicht es dem Freiburger Unternehmen auf seiner Testplattform, die für den Nachweis multiresistenter Bakterien entwikkelt wurde, ab sofort auch einen Schnelltest auf das SARS- CoV-2 Vi
rus zu etablieren. Dieser soll eine zuverlässige Diagnose des Coronavirus in etwa 35 Minuten ermo ̈glichen. Gleichzeitig ist geplant, mit der Plattform zukünftig auch eine differentialdiagnostische Abgrenzung zu anderen Atemwegserkrankungen wie der saisonalen Grippe zu ermöglichen. Das Testverfahren befindet sich derzeit in der analytischen Prüfung. Angestrebt wird, noch im zweiten Quartal 2020 an den Markt zu gehen.

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