Hölzel Ausstellung

Im Laboratorium der Moderne

Das Augustinermuseum zeigt die Ausstellung „Hölzel und sein Kreis“

Vor etwas über 100 Jahren war die Kunst-Avantgarde zu Gast in Freiburg. Mitten im Ersten Weltkrieg zeigte damals die Gruppe um Adolf Hölzel eine Ausstellung, die als wegbereitend für die Moderne gilt. Die historische Schau ist Impulsgeber für die neue Präsentation „Im Laboratorium der Moderne. Hölzel und sein Kreis“, die vom 25. November bis zum 18. März im Augustinermuseum zu sehen ist.
Die vom Museum für Neue Kunst konzipierte Ausstellung präsentiert Werke von Adolf Hölzel, Willi Baumeister, Johannes Itten, Ida Kerkovius, Oskar Schlemmer und Hermann Stenner.
Innerhalb des Hölzelkreises entstanden Kunstwerke von außergewöhnlicher Modernität und Ansätze, die später maßgeblich die Entstehung des Bauhaus geprägt haben. Auf den Spuren von Hölzel und seinem Kreis macht die Ausstellung die Beschäftigung mit Farbe, Konstruktion und Abstraktion in einem lebendigen Laboratorium erfahrbar. Adolf Hölzel war einer der ersten Vertreter der Künstlerkolonie Dachau und Gründungsmitglied der Münchner und der Wiener Secession. 1905 wurde der Maler, Kunsttheoretiker und Pädagoge an die Königliche Akademie der Bildenden Künste nach Stuttgart berufen, wo sich bald ein Kreis progressiver Schülerinnen und Schüler um ihn formierte. So etablierte sich neben den Künstlergruppen „Die Brücke“ in Dresden und „Der Blaue Reiter“ in München ein weiteres Zentrum der Moderne in Stuttgart. Mit der Ausstellung im neu erbauten Freiburger Kunstverein trat der Hölzelkreis 1916 erstmals mit einer umfassenden und repräsentativen Werkauswahl an die Öffentlichkeit.
Das Augustinermuseum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

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