Einbruch

Kampf gegen Einbrecher

Dämmerung, ein Einbrecher hebelt ein Fenster auf. Tritt mit dem Stiefel auf ein Stofftier, wühlt in der Wäscheschublade, ein Familienbild fällt zu Boden. Die Aussagen zweier Einbruchsopfer: „Das Schlimmste ist dieses Gefühl, dass jemand Fremdes in meinem Schlafzimmer war. Ich fühle mich nicht mehr sicher.“ (Julia S.). Und: „Meine Frau ist mit den Nerven am Ende. Sie waren sogar im Zimmer meiner kleinen Tochter! Hat keiner der Nachbarn was gesehen?“ (Norbert R.). Dazu der Appell: Dein Anruf zählt! Wähle 110!
Der neue Videoclip, den das Polizeipräsidium Freiburg am gestrigen Mittwoch im Rahmen eines Pressegesprächs zur Wohnungseinbruchskriminalität präsentierte, „zeigt in nur 1:30 Minuten viel Symbolik“, betont Pressesprecher Polizeioberrat Dirk Klose. (Das Video ist hier abrufbar: http://ppfreiburg.polizei- bw.de/verdaechtige-wahrnehmung-jeder-anruf-zaehlt).
„Opfer von Wohnungseinbrüchen sind nicht selten traumatisiert und fühlen sich häufig in ihrer gewohnten Umgebung nicht mehr sicher“, beschreibt Polizeioberrat Hans-Joachim Meyer, Leiter des Polizeirevieres Emmendingen, die psychischen Folgen eines Einbruchs.
Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit steigen die Einbruchszahlen. Zu Beginn des Jahres konnte eine Verschiebung der Brennpunkte vom Dreiländereck in die Bereiche Freiburg und Emmendingen beobachtet werden. Das Polizeipräsidium Freiburg reagiert auf die aktuelle Lage und intensiviert seine Maßnahmen.
Bereits im Herbst 2016 habe man ein Konzept entwickelt, um dieser Kriminalitätsform entgegenzutreten und die Fallzahlen zu senken, erklärt Polizeidirektor Armin Bohnert. Das Bekämpfungskonzept beinhalte neben dem Aufbau eines hohen Kontroll- und Fahndungsdrucks sowie konzentrierter Ermittlungsarbeit auch Maßnahmen der Prävention.
Der geringste Verdacht rechtfertige den Anruf beim Notruf 110. Thomas Hübner, Leiter des Referats Prävention ergänzt: „Rund 40 Prozent der Einbrüche bleiben inzwischen Versuche.“ Ein gutes Zeichen. „Durch Prävention und bessere Sicherung lassen sich Straftaten verhindern.“ Möglichst wenig Tatgelegenheit bieten. Die meisten Wohnungseinbrüche würden mit primitiven Mitteln begangen. Etwa das Aufhebeln von Fenstern. Wie leicht das geht, erfahren Interessierte bei den regelmäßigen Veranstaltungen der Polizei zum Thema Prävention. Zudem bietet die Polizei ein Beratungsangebot an. Vor Ort gibt es professionelle, individuelle und kostenlose Beratung zur Einbruchssicherung. (Terminvereinbarung: 0761/29608-0 oder freiburg.pp.praevention@polizei.bwl.de)
Denn es sind nicht nur technische Maßnahmen, mit denen man sich vor Einbruch schützen kann, sondern oft einfache Verhaltenstipps:
- Achten Sie bewusst auf fremde Personen im Haus oder auf dem Grundstück. In aller Regel werden Objekte vorher ausgekundschaftet
- Schließen Sie Ihre Wohnungseingangstür immer zweimal ab.
- Schließen Sie Ihre Fenster nach Verlassen der Wohnung. Gekippte Fenster oder Balkontüren lassen sich besonders einfach öffnen.
- Notieren Sie Kennzeichen und Beschreibungen verdächtiger Autos und Personen.
- Informieren Sie die Polizei, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt. Versuchen Sie niemals, Einbrecher festzuhalten!

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