Kleine und große Erfolge

96-jähriger Covid-Patient in Freiburg auf dem Weg zur Genesung

Das Corona-Virus hält Freiburg und die Welt weiterhin in Atem. Doch es gibt auch immer wieder gute Nachrichten! Wie diese, die den Stadtkurier gestern erreichte: Ein 96-jähriger Patient, der am Universitätsklinikum Freiburg wegen COVID-19 behandelt wird, ist mittlerweile auf dem Weg der Besserung. Ein positives Beispiel, das zeigt: Ältere Menschen können eine Infektion mit dem Coronavirus überstehen. „Im Kampf gegen das Coronavirus gibt es auch immer wieder kleinere und größere Erfolgserlebnisse“, heißt es seitens des Freiburger Uniklinikums. Der Patient war letzte Woche nach Zuweisung durch den Hausarzt mit Symptomen eines grippalen Infektes stationär im Klinikum aufgenommen worden. Ein Test zeigte, dass eine Infektion mit dem Coronavirus vorlag. Aufgrund seines fortgeschrittenen Alters sowie mehrerer Vorerkrankungen gehört der Patient zu den Personen, die besonders durch eine COVID-19-Infektion gefährdet sind. Erschwerend hinzu kamen sein geschwächter Allgemeinzustand sowie eine bakterielle Infektion. Der Patient erhielt unter anderem Sauerstoff über eine Nasenbrille sowie ein Antibiotikum bei einer zusätzlich bestehenden bakteriellen Infektion der Lunge. Dank der schnellen Diagnose und einer umsichtigen Behandlung sind mittlerweile Kreislauf und Sauerstoffaufnahme stabilisiert und es geht dem Patienten wieder deutlich besser. Die behandelnden Ärztinnen und Ärzte
des Universitätsklinikums Freiburg zeigten sich gestern optimistisch, dass der Patient entlassen werden kann, sobald mehrfach negative Testergebnisse vorliegen. Ein positives Beispiel in einer Zeit, die für alle Einschränkungen und Unsicherheiten mit sich bringt. Und
an einem Beispiel zeigt, was bei den Fallzahlen oft untergeht: Die Zahl der Genesenen. Die aktuellen Fallzahlen mit am neuartigen Corona-Virus in Freiburg und im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Erkrankten, die das Landratsamt jeden Tag herausgibt,
haben am gestrigen Mittwochmorgen die 1.000er Marke überschritten mit 1.009. Der Landkreis BreisgauHochschwarzwald meldete bis gestern 507 Corona-Tests, die positiv ausfielen, die Stadt Freiburg deren 502. Bislang sind im Zuge der Corona-Pandemie in der Region 25 Todesfälle zu beklagen — zehn Patienten aus dem Landkreis, 15 aus der Stadt. Im Verlauf des gestrigen Tages haben die Stadt Freiburg und der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald gemeinsam einen Führungsstab „Corona“ in den Konferenzräumen auf der Neuen Messe eingerichtet. Mit diesem sollen Krankenhäuser und Altenheime in der Region künftig fachlich, personell und materiell durch Behelfskrankenhäuser und Behelfsaltenheime unterstützt werden. Außer Vertreter von Stadt und Kreis sind auch Vertreter der Feuerwehren, des Roten Kreuzes und der Malteser in diesem Führungsstab. Katrin Hauf / Stefan Ummenhofer


Bild:

Auch das Theater Freiburg engagiert sich im Kampf gegen das Corona-Virus und stellt für die Stadt Freiburg und die Uniklinik Mund-Nasen-Schutzmasken her. „Für die Uniklinik wurden unter Einhaltung aller Hygieneregeln bereits 600 Masken genäht — und das ist erst der Anfang. Die Aktion zeigt vorbildlich, dass in der Krise alle zusammenstehen und sich gegenseitig helfen“, sagte OB Martin Horn beim Vor-Ort-Besuch. Bild: Seeger


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