​Spatenstich für „Pavillon am Ring

Luftiges Tor nach Norden

Spatenstich für „Pavillon am Ring“ — Rund ums Siegesdenkmal ist noch ein Jahr Geduld gefragt

„Mit dem heutigen Spatenstich beginnt einer der letzten Schritte des Großprojekts Rotteckring“, sagte VAG-Vorstand Stephan Bartosch am gestrigen Mittwoch. Am Siegesdenkmal hat die Freiburger Stadtbau gemeinsam mit der Stadt und der VAG offiziell den Baubeginn für den „Pavillon am Ring“ eingeläutet.

Durch die Neuordnung der Verkehrsfläche werde der Platz am Siegesdenkmal grundlegend neu und zusammenhängend gestaltet, betonte FSB-Geschäftsführerin Magdalena Szablewska. „Der Platz wird als solcher dann erst einmal wahrnehmbar“, ergänzte Oberbürgermeister Dieter Salomon, was man jetzt schon erahnen könne. „Vorher hat man das nur als Verkehrsfläche wahrgenommen.“ Der Oberbürgermeister ist überzeugt: „Für die Innenstadt wird es eine unglaubliche Aufwertung. Ich bin mir sicher, dass es zu einer Entlastung der Fußgängerzone führen wird, den Druck aus der KaJo entzerrt und als Platz zum Verweilen einlädt.“ Salomon erhofft sich eine ähnliche Wirkung wie beim neu gestalteten Platz der Alten Synagoge. Ebenso wie VAG-Vorstand Bartosch und FSB-Geschäftsführerin Szablewska bittet er die Anwohner und Gewerbetreibenden, für die die Bauarbeiten Lärm, Umstände und nicht zuletzt Umsatzeinbußen bedeuten, um Entschuldigung und Verständnis. „Wenn das Ganze fertig ist, wird die Situation besser als vorher werden. Das Ensemble aus gastronomischem Service und zentralem ÖPNV-Haltepunkt wird ein völlig neues Angebot am nördlichen Eingang zur Innenstadt schaffen.“
Die FSB-Geschäftsführerin erklärte das Bauvorhaben, dessen Höhepunkt ein spektakuläres Gebäudeensemble „in lichter und leichter Form“ sein werde. Die FSB wird dort einen Pavillon mit Technik- und Betriebsräumen für die VAG sowie einer gastronomischen Einheit mit zusätzlicher Außenbewirtung errichten. „Wer die Gastronomie betreiben wird, steht bald fest. Wir sind in den Endverhandlungen“, so Szablewska. Neben der Gastronomie werden auch zusätzliche Sitzflächen zum Verweilen geschaffen. Das Konzept stammt vom international tätigen Architekturbüro „J. Mayer H. und Partner“ aus Berlin. Für die Gestaltung der Außenfläche werden Bäume, die durch Öffnungen in der Dachhaut wachsen, mit der modernen Architektur verknüpft. Und: „Die Sichtachse zur Karlskaserne wird weiterhin gewahrt, da es ein erdgeschossiger Bau ist“, betont die FSB-Geschäftsführerin. 450 Quadratmeter groß werde der Bau, die Bausumme liege bei 2,1 Millionen Euro.
Im Rahmen des Großprojektes Rotteckring sei es eine kleine, aber komplexe Fläche. Die Schienen sind teilweise schon verlegt, so dass sich der künftige Verlauf erahnen lässt.
„Die neue Stadtbahnlinie mündet in einen komplett neu gestalteten urbanen Bereich“, meint Bartosch und ist sich sicher: „Das wird ein neues Aushängeschild für Freiburg.“ Davon ist auch die FSB-Geschäftsführerin überzeugt: „Dieses Projekt wird den Platz positiv beleben und zu einem beliebten Treffpunkt werden.“
Verständnis seitens der Freiburger, der direkten Anwohner und der Gewerbetreibenden ist aber weiterhin gefragt: „Wir werden noch ein Jahr bauen.“


Katrin Hauf

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