Nach wie vor Schweigen

Polizeibeamter gibt vor Gericht Verhöre der Angeklagten zu Protokoll

Noch immer läuft der Prozess um die Gruppenvergewaltigung von Oktober 2018 in Freiburg. Acht Männer - vorwiegend Syrer - sitzen weiter in Untersuchungshaft, drei weitere wurden in der Zwischenzeit entlassen. Der Prozess läuft seit Juni 2019, im kommenden Frühjahr wird ein Urteil erwartet. Die elf Männer müssen sich wegen Vergewaltigung oder unterlassener Hilfeleistung verantworten. Polizeibeamte, die die Tatverdächtigen nach der Festnahme verhört hatten, gaben am gestrigen Mittwoch ihre Aussagen zu Protokoll. Die Angeklagten selbst schweigen noch immer alle bis auf einen zu den Vorwürfen. Bereits nach der Verhaftung deckten sich die Erzählungen der Tatverdächtigen. Demnach hätten sie bereits damals davon berichtet, das Opfer nicht vergewaltigt zu haben. Vielmehr hätte die 18-Jährige im Gebüsch Geschlechtsverkehr mit den Angeklagten gefordert und ihnen außerdem aufgetragen, weitere Männer zu ihr zu schicken. Gewalt hätte dabei keiner von ihnen angewendet. Diese Aussagen widersprechen denen massiv der Geschädigten, ebenso wie denen einiger Zeugen, die die 18-jährige Frau nach der Tat als „aufgelöst“ und „unter Schock stehend“ beschrieben hatten. Der Prozess wird am heutigen Donnerstag, 19. Dezember, fortgesetzt.

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