Francisco Cuenca Rodriguez Bürgermeister Granada

„Pro-Europäische Haltung“

Granadas Bürgermeister Francisco Cuenca Rodriguez über die Städtepartnerschaft zu Freiburg

(sk). Granada, seit dem Jahr 1991 Partnerstadt von Freiburg, liegt am Fuße der Sierra Nevada und am Rande der Flussebene Vega, 65 km entfernt von der Costa del Sol. Granada hat 250.000 Einwohner und gilt dank seines reichen kulturellen und historischen Erbes als eine der bedeutendsten und interessantesten Städte Spaniens. Granada zählt zu den von Touristen meistbesuchten Orten der Welt.

Die Universität von Granada - sie existierte schon im 14. Jahrhundert - ist mit 60.000 Studenten, 3000 Professoren und 2000 Verwaltungsangestellten der wichtigste Wirtschaftsfaktor für die Stadt.
Die vielen regionalen Festlichkeiten, die sowohl christlichen als auch maurischen Traditionen folgen, bilden ein farbenprächtiges Spektakel.
Granada ist Sitz zahlreicher überörtlicher Verwaltungsbehörden sowie vieler touristischer Einrichtungen und Betriebe. Ein weiterer wichtiger Wirtschaftsfaktor ist die Agrarindustrie mit dem Anbau von Getreide, Tabak, Zuckerrüben, Mandeln, Oliven und Südfrüchten.
Während der langjährigen maurischen Herrschaft wurden die wichtigsten Monumente und Anlagen, allen voran die weltberühmte Alhambra, geschaffen.

Fransisco Cuenca Rodriguez ist Bürgermeister von Freiburgs Partnerstadt Granada - und von der Städtepartnerschaft überzeugt.

SK: Was hat die Partnerschaft zwischen Granada und Freiburg, was Ihre anderen Städtepartnerschaften nicht haben?
Rodriguez: Freiburg ist für uns beispielgebend als „Green City“ und als nachhaltige Stadt: Beim Gebrauch alternativer Energien, im Öffentlichen Nahverkehr und bei der Benutzung des Fahrrades können wir hier viel lernen.


SK: Wie kam die Verbindung zwischen den beiden Städten zu Stande und was halten Sie davon?


Rodriguez: Da die Partnerschaft ja schon beinahe drei Jahrzehnte lang erfolgreich besteht, kann ich Ihnen zu den Anfängen eher wenig sagen. Was mich betrfft, so begrüße ich diese Partnerschaft sehr - ich habe eine starke pro-europäische Haltung und diese Partnerschaft ist ein Versuch, diese zu leben. 


SK: Was haben Freiburg und Granada alles gemeinsam?


Rodriguez: Beides sind wirklich europäische Städte - mit einer großen Universität und einem regen kulturellen Leben. Abgesehen davon sind beide Städte ähnlich groß und sehr touristisch geprägt. Und: Unweit beider Städte kann man sehr gut Ski fahren.


SK: Wie sieht die Partnerschaft zwischen Freiburg und Granada ganz konkret aus? Können Sie uns ein paar Beispiele nennen?


Rodriguez: Gegenwärtig gibt es einen Austausch von Spanisch und Deutsch Studierenden zwischen beiden Städten. Außerdem gibt es Touristengruppen, die die jeweils andere Partnerstadt besuchen. Es gab auch bereits einen Austausch von Musikgruppen und gegenwärtig arbeiten wir in Granada an einem Businesstreffen in Freiburg.

Mit Francisco Cuenca Rodriguez
sprach Bülent Gençdemir

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