Risikofaktor Gefäßverengung

Was verbindet Martinshorn und Dopplersonographie?

EinMartinshorn – die Fanfare bei Polizei-, Feuerwehr und Rettungsfahrzeugen – klingt im Vorbeifahren erst hoch, dann tiefer. Ursache ist die Bewegung des Fahrzeugs, die die Schallwellen vorn zusammendrückt und hinten dehnt – so
ändert sich der Klang. Das funktioniert auch im ganz kleinen Maßstab: Der neue Patientenfilm „Bidirektionale
Dopplersonographie“ von TV-Wartezimmer erklärt, wie dabei der sogenannte Doppler-Effekt zur Untersuchung der Blutgefäße genutzt wird.
Der Schallkopf sendet Schallwellen in die betroffene Arterie oder Vene, diese werden von den zirkulierenden Blutkörperchen und der
Gefäßwand zurückgeworfen. Voranfließende Blutkörperchen liefern längere, zurückfließende hingegen verkürzte Wellen, so werden Richtung und Geschwindigkeit des Blutflusses hörbar und am Monitor sichtbar gemacht. Die bidirektionale Dopplersonographie ist eine einfache, schonende und schmerzfreie Untersuchung, die Beschleunigungen und Verwirbelungen des Blutflusses aufzeigen kann – Hinweise auf Gefäßverengungen, deren mögliche Ursachen Ablagerungen (Arteriosklerose) oder Gerinnsel (Thrombose) sein können.

Beide gelten als wesentliche Risikofaktoren für Herzinfarkt, Lungenembolie oder Schlaganfall. Auch Rückflüsse deuten auf
krankhaft veränderte Gefäße hin. „Eine Untersuchung der Gefäße ist angezeigt bei den Risikofaktoren Rauchen, Erhöhung von Blutdruck und/oder Cholesterin, Typ-2-Diabetes mellitus, positive Familienanamnese sowie bei Übergewicht mit bauchnaher Fettverteilung oder Adipositas!“, erklärt Markus Spamer, Gründer und Geschäftsführer von TV-Wartezimmer. Europas größtes Gesundheits-TV-Netzwerk mit Sitz in Freising bietet über 800 Patientenfilme zu Präventions- und Therapiemöglichkeiten an.

Aber warum heißt es eigentlich „Martinshorn“: Die Deutsche Signal-Instrumentenfabrik Max B. Martin fertigte ab 1880 in Markneukirchen (Sachsen) Rufhörner, Jagdhörner, Kavallerie-Trompeten und Fanfaren-Trompeten für zwei- oder viertönige Signale. 1932 entwickelte das Unternehmen zusammen mit Feuerwehr- und Polizeidienststellen ein Horn, das als Sondersignal für bevorrechtigte
Wegebenutzer gesetzlich vorgeschrieben wurde. Seitdem besteht die geschützte Wortmarke "Martin-Horn" – das "s" dazwischen kam im Laufe der Jahre im Sprachgebrauch dazu.

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