Rückkehr zum Alltag

Freizeit, Sport, Gastronomie: Was jetzt wieder öffnet

Welche Lockerungen wird es geben? Wie geht das Leben mit dem Corona-Virus weiter? Mit großer Spannung wurde das Ergebnis des Treffens von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten am gestrigen Mittwoch erwartet. Die Bundesliga erhält grünes Licht von der Politik und kann den Spielbetrieb womöglich schon übernächstes Wochenende wieder aufnehmen. Auch Sport unter freiem Himmel und ohne Körperkontakt ist ab Montag wieder erlaubt. So dürfen Golf- Leichtathletik- und Tennisplätze wieder öffnen. Ebenso wie Reitanlagen, Hundesport und Musikschulen. Bis Ende Mai gedulden müssen sich Fitnessstudios, Tanzschulen, Kletterhallen, ebenso wie Freizeitparks. Für die stark gebeutelte Gastronomie, Hotellerie und den Tourismus gibt es zumindest eine Perspektive. Vor Pfingsten soll zunächst die Außengastronomie öffnen dürfen und in einem weiteren Schritt der Innenbereich. Ab Pfingsten sollen dann auch Hotels, Beherbergungsbetriebe und Campingplätze wieder für touristische Zwecke offen sein. Nach den Friseuren dürfen ab nächste Woche auch Sonnenstudios, Massage-, Kosmetik- und Nagelstudios wieder öffnen. Ebenso Spielbanken ohne gastronomisches Angebot. Außerdem wird das Besuchsverbot in Krankenhäusern und Pflegeheimen teilweise gelockert. Noch keine Perspektive gibt es für einen großen Bereich der Kultur, was Theater, Kinos, Konzerte, Festivals, Messen und Großveranstaltungen angeht. An Kreativität mangelt
es nicht. Heute eröffnet das erste Freiburger Autokino. Dies könnte neben Filmen auch Kabarettisten oder Sängern eine Bühne bieten, wie es andere Städte schon vorgemacht haben. Einige Änderungen brachte diese Woche bereits: Die Abschlussklassen sind an die Schulen zurückgekehrt und die Friseure haben wieder geöffnet. Große Erleichterung für viele Eltern: Die Spielplätze sind seit gestern wieder geöffnet. Genauso wie der Mundenhof. Natürlich alles unter Einhaltung entsprechender Hygienevorschriften. Auch Kunst gibt es wieder: Gestern öffnete das Haus der Graphischen Sammlung und ab Freitag das Augustinermuseum und das Museum für Neue Kunst.
Wie kehrt man nach den Corona-Einschränkungen zurück in den Alltag? Eine Frage, die derzeit nahezu alle Bereiche betrifft — auch und gerade die Pflegeheime. „Wir sind in einem Dilemma“, so Marianne Haardt, Stiftungsdirektorin der Heiliggeistspitalstiftung, „wir möchten den Seniorinnen und Senioren die Treffen ermöglichen, denn dieses soziale Leben mit ihren Angehörigen brauchen sie unbedingt. Aber damit steigt gleichzeitig das Risiko einer Infektion.“ Die Heiliggeistspitalstiftung war Ende März in einem ihrer vier Pflegehäuser mit dem Virus und damit zusammenhängenden Todesfällen konfrontiert. Sie konnte mit radikalen Quarantänemaßnahmen schließlich die Ausbreitung des Virus stoppen. „Sicherheit hat weiter für uns Vorrang“, so Marianne Haardt.Trotz der Lockerungen bestimmt das Virus weiter unser Leben. Kreativität und neue Ideen sind in diesen besonderen Zeiten weiterhin gefragt.

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