Lorettobad Freiburg

Schreiben an die Saudis

Weiter Konflikte im Lorettobad wegen männlicher Bademeister

Der Streit um die Nutzung des Damenbades im Freiburger Loretto-Bad setzt sich fort. Nachdem es in den vergangenen Monaten immer wieder Konflikte mit aus dem Elsass angereisten muslimischen Besucherinnen des altehrwürdigen Bades in der Wiehre wegen eingesetzter männlicher Bademeister gab, hat jetzt der Förderverein „Freunde des Lorettobades“ ein Schreiben an die Botschaft des Königreichs Saudi-Arabien geschickt: In diesem wurde angeregt, die Saudis sollten Geld zum Bau eines Damenbades im Elsass zur Verfügung stellen.

Dem vorausgegangen war eine Online-Petition „Abschaffung des regulären männlichen Personals im Damenbad“, die eine Diskriminierung muslimischer Besucherinnen sah. Die Petition hatten in der zweimonatigen Laufzeit jedoch nur 432 statt der eigentlich erhofften 2.000 Freiburgerinnen und Freiburger unterzeichnet, zusätzlich 559 Personen, die nicht aus Freiburg stammten oder bei denen der Freiburg-Bezug unklar war.
Das Schreiben an die Saudis sei „nicht aus Jux und Dollerei“ entstanden, sondern durchaus ernstgemeint, sagte der Fördervereinsvorsitzende des Lorettobades, Klaus Winkler. Es habe zahlreiche Aussagen von regelmäßigen Besucherinnen gegeben, die zögerten, eine Verlängerung ihrer Saisonkarte vorzunehmen, weil die Zustände im Bad sehr problematisch seien.
Die Zahl muslimischer Besucherinnen im Lorettobad hatte stark zugenommen, nachdem das Frauenbad in Basel begonnen hatte, männliche Bademeister einzusetzen. Im Freiburger Bad kam es daraufhin immer wieder zu Konfrontationen.
Das „Lollo“ genannte Lorettobad wurde 1886 gegründet und ist das letzte deutsche Damenbad.

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