Freiburg Konkrete Kunst Ueli Gantner

Streben nach dem Ungesehenen

Stiftung für Konkrete Kunst zeigt ab Sonntag Werke von Ueli Gantner

Die Stiftung für Konkrete Kunst Roland Phleps zeigt vom 14. Mai bis 2. Juli Reliefs und Objekte des Schweizer Künstlers Ueli Gantner. Eröffnet wird die Ausstellung mit einer Vernissage am Sonntag, 14. Mai, um 11.15 Uhr in den Räumlichkeiten in der Pochgasse 71-73.

Ueli Gantner ist Bildhauer und 3 D-Gestalter, mit seinen Lamellenreliefs gehört er in den Bereich der optischen Kinetik. Diese Reliefs halten den Betrachter in Bewegung, denn nur beim Wechsel des Standortes ereignen sich über die Anordnung der feinen Lamellen überraschende Farb- und Formwechsel. Gewölbte Lamellen werden zu Kugelsegmenten, trapezförmige zu verzogenen Flächen. Eines der wichtigsten Merkmale seiner Kunst ist das Streben nach dem „Ungesehenen“. In diesem Sinne wollen seine Werke nichts darstellen, sondern sie wollen etwas erzeugen, Raum erfahrbar und spürbar machen.
Sowohl bei seinen Skulpturen, als auch bei den Reliefs geht Gantner oftmals von einer quadratischen Fläche aus, die er über verschiedenste Eingriffe in den Raum führt. Damit entsteht aus dieser statischen, geometrischen Form etwas Dynamisches, Virtuoses, das sich in den Raum streckt. Seine Beschäftigung mit dem amerikanischen Bildhauer Richard Serra führte Gantner zur Torusform. Diese wulstartig geformten Flächen in Gestalt eines Reifens oder Donuts sind inzwischen wesentliche Bestandteile seiner Reliefarbeiten.
Fragt man den Künstler, was ihm wichtiger sei, die Form oder die Farbe, muss er nicht lange überlegen. Die Form steht an erster Stelle, und vor den farbigen Reliefs entstanden rein weiße Gestaltungen. Inzwischen arbeitet Gantner häufig mit den drei Primärfarben Rot, Gelb und Blau, die mit ihren Komplementärfarben zusammengebracht werden.
Geöffnet ist die Ausstellung sonntags von 11 bis 13.30 Uhr sowie nach Vereinbarung. Eintritt frei. Kostenlose Führungen buchbar unter info@stiftung-konkrete-kunst.de

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