Tasten Richtung Normalität

Mehr Masken, weniger neue Fälle — Abschlussklassen kehren an Schulen zurück

In kleinen Schritten zurück zur Normalität: 

Das Corona-Virus bestimmt nach wie vor den Alltag in Freiburg und weltweit — und wird dies auch noch eine Weile. 

Wie kann ein Leben mit dem Virus gelingen? Diese Frage beschäftigt die Menschen — und so bringt jede Woche neue Rechte, neue Pflichten und neue Gesetze. 

Unübersehbar im Freiburger Alltag ist die Maskenpflicht, die seit dieser Woche gilt. So müssen — gemäß einer Verordnung des Landes BadenWürttemberg — an Haltestellen und in Fahrzeugen des Öffentlichen Nahverkehres Fahrgäste Mund und Nase bedeckt halten. Dafür reicht eine sogenannte Alltags-Maske, wie sie selbst hergestellt werden kann oder auch an vielen Stellen zu erwerben ist. Ersatzweise können auch Schals, Tücher oder sogenannte Buffs verwendet werden. Ebenso ist das Tragen von Mund-NasenSchutz Pflicht beim Einkaufen im Supermarkt und in den meisten anderen Geschäften, Bankfilialen oder Bibliotheken, die jetzt auch wieder geöffnet haben. Und der Ruf nach einer Lockerung der Maßnahmen wird immer lauter. Sei es in den Unternehmen, die unter der Corona-Krise leiden, und vor allem jene, die noch keine konkrete Perspektive haben: In der Gastronomie, Hotels und Tourismus sowie Kultur, Sport und Veranstaltungen. Sei es bei Familien mit Kindern, die ihren Alltag mit geschlossenen Schulen, Kindergärten und Kitas neu gestalten mussten und müssen. Am kommenden Montag, 4. Mai, beginnt für einige Schülerinnen und Schüler wieder der reguläre Unterricht im Klassenzimmer. Und zwar für diejenigen, bei denen in diesem oder im nächsten Jahr die Abschlussprüfungen anstehen, sowie die Abschlussklassen der beruflichen Schulen. Die Kindertageseinrichtungen und Kindergärten bleiben weiter geschlossen. Denn dort wäre das Infektionsrisiko besonders hoch, da sich Kinder in diesem Alter noch nicht ausreichend an die notwendigen Abstands- und Hygieneregeln halten können, hieß es von Seiten der Landesregierung. Die Notbetreuung in den Kindertageseinrichtungen, Grundschulen und an den weiterführenden Schulen werde weiter aufrechterhalten und ausgeweitet. Fest stehe bereits, dass Schüler der siebten Klasse in die Notbetreuung mit einbezogen würden. Darüber hinaus sollen auch Eltern, die aufgrund ihres Berufes einen bestätigten Bedarf haben, diese in Anspruch nehmen können. Diese Schritte seien notwendig, wenn in den kommenden Wochen das wirtschaftliche Leben wieder hochgefahren werde. Trotz aller Lockerungen mahnen Regierung und das Robert-Koch-Institut dennoch zur Vorsicht und dem Einhalten der Hygieneregeln. In Freiburg und der Region steigt die Zahl der Infizierten weiter stetig,
aber langsamer an. So verzeichnete das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald am gestrigen Mittwoch 2.044 Fälle. 951 davon in der Stadt Freiburg. Die meisten der Erkrankten sind indes wieder genesen. Zu beklagen sind — Stand gestern — 125 Todesfälle: 70 in Freiburg, 55 im Landkreis. 


Die schrittweise Annäherung an die Normalität sorgt für steigende Fahrgastzahlen in den Bussen und Bahnen. 


Aus diesem Grund wird die VAG den derzeitigen Sonderfahrplan vom 4. Mai an weiter verdichten. 


Die Straßenbahnen fahren montags bis freitags zwischen 5 Uhr und 6.30 Uhr sowie 21 bis 23 Uhr einen 15Minuten-Takt. Von 6.30 bis 21 Uhr wechseln die 1, 3, 4 und 5 in einen 7,5-Minuten-Takt, die Linie 2 fährt alle 10 Minuten. Im Busbereich fahren alle Linien zwischen 5 und 23 Uhr einen 20- bis 30-Minuten-Takt. Im morgendlichen Pendler- und Schülerverkehr werden einige Buslinien noch verstärkt. 


An Samstagen fahren die Stadtbahnlinien 1, 3, 4 und 5 im 7,5-Minuten-Takt, die Linie 2 fährt alle 10 Minuten. Die meisten Buslinien fahren im 30-Minuten-Takt. Am Sonntag verkehren Straßenbahnen im 15-Minuten-Takt, Busse größtenteils im 30Minuten-Takt. 

Katrin Hauf

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