Verdrängung

Klarer kann man es nicht zeigen: Unerwünscht.
Die Stadt hat Steine an
der Dreisam aufschütten lassen an
einem Platz, an dem Obdachlose genächtigt
haben. Beschwerden von
Anwohnern wegen Müll, Lärm und
offenem Feuer sowie die Überschwemmungsgefahr
hätten die
Maßnahme notwendig gemacht.
Verständlich, dass die Anwohner eine
Lösung wollen, aber unverständlich
die Art und Weise, wie hier gehandelt
wurde. Auch dass der Gemeinderat
offenbar nicht in Kenntnis gesetzt

wurde. Natürlich gibt es andere
Schlafplätze entlang der Dreisam und
anderswo in Freiburg. Dass gerade
dieser Platz, der geschützt lag, jetzt
versperrt wurde, ist bezeichnend für
die Verdrängung, die sich schon länger
beobachten lässt. Keine gute Entwicklung,
dass jetzt auch bei stadtnahen
sicheren Schlafplätzen im
wahrsten Sinne des Wortes Steine in
den Weg gelegt werden.

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