Suwon Bülent Gencdemir Südkorea

Voller Überraschungen

Teil 4: 

Stadtkurier-Redakteur Bülent Gençdemir über Suwon

Von Japan ging es direkt weiter nach Südkorea. Drei Wochen war ich zu diesem Zeitpunkt bereits am Stück unterwegs: Madison, Wiwili, Matsuyama, Suwon. Leider blieb zu wenig Zeit, um die verschiedenen Kulturen komplett zu verarbeiten. 

Kommen wir zu Suwon. Ich stieg aus dem Flieger und wurde gleich von meinem koreanischen Team empfangen: Filmproduzent Cho Seongil, Mediengestalter Jo Seong Go und meine charmante Location-Scout Seoyoung Jang. Mit einem Omnibus ging es schnell zum ersten Termin, dem Essen. Wie schon in Matsuyama überwältigte mich auch hier die Freundlichkeit.
Schnell war mir klar: Hier ist Gemeinschaft eine Wichtigkeit. Wir erhielten die Speisen auf einer gemeinsamen Platte, von der alle um den Tisch herum nahmen. In der Mitte befand sich serienmäßig ein Grill. Man teilte die Speisen untereinander auf. So ging es von Teller zu Teller einmal ringsherum, so dass jeder von allem etwas hatte.
Von den Dreharbeiten bis zum Interview – in Suwon verzahnte sich jeder Einzelne in das Rad und es lief einwandfrei.
Die Stadt Suwon ist mit 1,2 Millionen Einwohnern ziemlich groß. Durch diese erstreckt sich eine unglaublich lange Stadtmauer, Hwaseong, die im Kreis verläuft. Überall stößt man auf die Festungsanlage von Hwaseong, was auf jeden Fall zur Orientierung beiträgt.
In Suwon durfte ich erneut spüren, was asiatische Freundlichkeit und Disziplin ausmacht. Die Stadt selbst ist voller Überraschungen: Ich entdeckte auf dem Marktplatz einen Dönerladen, machte Bekanntschaften mit Kampfkünstlern, wurde von einer koreanischen Boyband in eine Fernsehshow eingeladen und lernte viele Persönlichkeiten kennen, mit denen ich sehr gerne in Kontakt bleiben möchte.
Suwon hat stolze 16 Partnerstädte: Eine davon meine Wahlheimat Freiburg, die andere meine zweite Heimat Yalova (Türkei). Somit hat mein Herz doppelt geschlagen für eine Stadt, in der sich der Besuch wirklich lohnt.
Bülent Gençdemir

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