Warum nicht?

Kerstin Andreae wechselt in die Wirtschaft

Parteipolitik, ade. Die Freiburger
Bundestagsabgeordnete Kerstin Andreae
scheidet nach 17 Jahren aus
dem Parlament aus, um Hauptgeschäftsführerin
des Bundesverbandes
der Energie- und Wasserwirtschaft
(BDEW) zu werden. Warum
auch nicht? Die Annahme, ehemalige
Bundestagsmitglieder würden
nach ihrer aktiven Zeit allenfalls
noch in Suppenküchen helfen, erscheint
weltfremd, ein klassischer
Interessenskonflikt ist ebenfalls
nicht zu erkennen, zudem hat sich
Andreae bereits immer als durchaus
wirtschaftsfreundlich positioniert.
Die Zeiten, in denen Grüne Spitzenposten
in der Wirtschaft aus ideologischen
Gründen abgelehnt haben,

ist vorbei — muss es auch sein, wenn
es in Richtung Volkspartei gehen
soll. Die Tatsache, dass Andreae einstimmig
gewählt wurde, deutet darauf
hin, dass noch nicht einmal
RWE-Chef Rolf Martin Schmitz Probleme
mit der Realpolitikerin hat.
Die Zeiten ändern sich.

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