Zu früh gefreut

Abschaltung Fessenheim

Endlich ist sie da, die lange herbeigesehnte
Abschaltung des Atomkraftwerks
in Fessenheim. Sie fand
am Dienstag statt. Doch mit der
Abschaltung sind noch lange nicht
alle Probleme und Gefahren, die
ein AKW so mit sich bringt, beseitigt
- wie zum Beispiel die hoch radioaktiven
Brennstäbe. Noch drei
Jahre werden sie zum Auskühlen in
Abklingbecken gelagert. Das bedeutet
noch drei Jahre radioaktive
Gefahr. Und auch danach ist noch
lange kein Atomkraftwerk-Ende in
Sicht. Der Rückbau des AKW soll
ganze 20 Jahre dauern. 20 Jahre,
in denen zwar neue Projekte für
das Gelände geplant, aber nicht
umgesetzt werden können. Bis das
Atomkraftwerk für immer verschwindet,
wird also noch einiges
an Zeit ins Land ziehen. So berechtigt
die Freude über die Abschaltung
bei den Atomkraft-Skeptikern
also war: Etwas Unsicherheit bleibt
auch künftig.

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